Ostallgäu: Landkreis Ostallgäu dankt verdienten Bürgern mit dem Ehrenzeichen und ehrt erstmals auch Teams
Pressemeldung vom 5. April, 2011. Veröffentlicht um 10:32 Uhr.
Dank, Anerkennung und Respekt zollte Landrat Fleschhut mit der Verleihung des Ehrenzeichens des Landkreises Ostallgäu sieben Einzelpersonen und drei Teams mit der Verleihung des Ehrenzeichens des Landkreises Ostallgäu im neuen Saal Ostallgäu im Landratsamt. Für Landrat Fleschhut wird durch das Ehrenamt der Landkreis sympathisch, lebenswert und zukunftssicher mitgestaltet. Gemeinsam könne man auch die jungen Leute unbeschadet in die Zukunft geleiten. Wenn man heuer erstmals Teams ehre, möchte man damit auch das Signal aussenden, dass in gebündelter Kraft gemeinsam vieles leichter falle. Mit der Ehrung möchte der Landrat Dank und Anerkennung aber auch Energie für weiteres Engagement spenden.
Aus allen Teilen des Landkreises erhielten verschiedenste Engagementbereiche eine Auszeichnung für Ihren Einsatz in unserer Gesellschaft. Alle Geehrten gestalten in Kultur, Sport oder im sozialen Bereich maßgeblich ein lebenswertes und vielfältiges Umfeld mit und leisten so einen hohen Beitrag für alle Altersgruppen und Schichten. Aus einer Vielzahl von Vorschlägen oblag es dem Ausschuss Kultur, Sport und Ehrenamt, für das Ehrenzeichen auszuwählen aus vielen Vorschläge beispielhaften Engagements, teilweise über viele Jahrzehnte.
Es fanden sich im neuen Saal Ostallgäu im Marktoberdorfer Landratsamt rund 150 Ehrenamtliche ein, die im Engagementbereich besondere Funktionen über den eigenen Ort hinaus übernehmen. Die Veranstaltung erhielt ihren festlichen Rahmen durch das Kreissinfonieorchester unter der Leitung von Stephan Dollansky, welches meisterhaft intonierte Werke von Brahms, die Egmont-Ouvertüre von Beethoven und die Polka aus der böhmischen Suite von Antonin Dvorak in der guten Akustik des Saals Ostallgäu zum Besten gab. Dieses musikalische Angebot brachte den Engagierten besondere Wertschätzung entgegen.
Jeder der Geehrten erhielt eine eigene Laudatio in Mundart von einem der bekannten Ostallgäuer Poeten und Poetinnen Georg Ried, Waltraud Mair, Marlene Nieberle, Johanna Hofbauer und Werner Blind, welche es treffend verstanden, die Leistungen im Ehrenamt humorvoll und pointiert darzustellen. So auch Waltraud Mair, wenn Sie für die geehrte Hospizvereinsvorsitzende Brigitte Engelhard-Lechner bekundet: „A b’sondre Ehrung gibt es heit, natürlich bloß für b’sondre Leit, dia sich ehrenamtlich engagieret, für d’Sorgen vo de Leit o interessieret“.
Dass Ehrenamt alle Generationen angeht bewiesen sehr charmant die Kinder der Chorklasse der St. Martinsschule Marktoberdorf mit ihrer Lehrerin Frau Süß, welche mit den Liedern „Leute hört her, wir haben was zu sagen“ und „Vielen Dank für Eure Hilfe“ das bürgerschaftliche Engagement hochleben liesen. Dieser musikalische Beitrag war zugleich auch ein Dankeschön an Herrn Arthur Groß, welcher, wie es Georg Ried ausdrückte, „Oberdorf zur Chorstadt Nummer Eins machte“.
In Westendorf und Mauerstetten steht mit Ringern und Volleyball der Sport ganz oben und federführend bestimmt durch die neuen Ehrenzeichenträger Hubert Heiß und Berthold Marx, deren Verdienste Werner Blind humorvoll kommentierte. In Buchloe werden seit Jahrzehnten mit Gabriele Löcherer erfolgreich Ferienfreizeiten organisiert wofür Johanna Hofbauer treffend ausführte: „Im Ehrenamt ma viel g’winnt, weil do dia Frauenquote stimmt.“.Georg Ried ehrte in seiner Laudatio die Verdienste von Heinz Scholz, welcher das Schützenwesen in ganz Bayern modernisierte. Erstmals wurden auch Teams geehrt, so die Kinderkrebshilfe Königswinkel, die mit Dr. Rainer Karg schon mehr als 1 Million Spendengelder weiterreichen konnte an Familien krebskranker Kinder und Kliniken in der Region. Im Günztal gibt es mit dem Namen, der auch Programm ist 25 „Helfende Hände“, die sich in der Nachbarschaftshilfe engagieren unter der uneigennützigen Leitung von Gudrun Rauch. Ein Nesselwanger Projekt setzt Akzente, nicht nur für einen lebenswerten Ort, sondern mit dem Wege Ge(h)zeiten auch für viele Besucher mit seiner Bürgerwerkstatt Relion, Kultur und Kunst.
So durften insgesamt 10 Einzelpersonen, darunter drei mit ihren Teams die hohe Anerkennung durch den Landkreis erfahren und gleichzeitig Mut machen, dass sich jeder an einer für ihn passenden Stelle für eine mitgestaltete Bürgergesellschaft engagiert.
Im Anschluss an die Veranstaltung waren die Anwesenden eingeladen, den Abend mit einem kleinen Buffet, im neuen Foyer des Landratsamtes ausklingen zu lassen. Dadurch wurde der Charakter, dass auch die Ehrenamtlichen einmal eine Veranstaltung nur für sich haben sollten, gerecht.
Quelle: Landratsamt Ostallgäu
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