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Aichach-Freidberg: 277 Kandidaten aus zwölf Parteien bewerben sich für den Schwäbischen Bezirkstag

Pressemeldung vom 5. September 2013, 10:49 Uhr

Augsburg (pm). Wenn am Sonntag, 15. September, in Bayern gewählt wird, dann gilt es nicht nur, die weißen Stimmzettel für den Landtag auszufüllen. Denn zeitgleich stehen auch die Wahlen zu den sieben Bezirkstagen an. In Schwaben können die Wählerinnen und Wähler dann auch entscheiden, wer in den 15. Bezirkstag von Schwaben einzieht.
Gewählt werden ebenso viele Bezirksrätinnen beziehungsweise Bezirksräte, wie es Landtagsabgeordnete und Stimmkreise gibt – in Schwaben sind dies 26 Personen. Wie bei der Landtagswahl verfügt jeder Wähler über zwei Stimmen, die beiden Stimmzettel für die Bezirkstagwahl sind an der blauen Farbe erkennbar.

13 Sitze im Bezirkstag, der auch „Schwabenparlament“ genannt wird, werden direkt an die Kandidaten vergeben, die in ihrem Stimmkreis die meisten Stimmen erhalten, dafür genügt eine relative Stimmenmehrheit. Mit dem großen Stimmzettel werden die weiteren 13 Mitglieder des Bezirkstags aus den Wahlkreisvorschlägen gewählt. Dazu muss nicht nur die Liste einer bestimmten Partei angekreuzt werden, sondern der Wähler hat die Möglichkeit, einzelne Bewerber unabhängig von ihrem Listenplatz auszuwählen. Erst- und Zweitstimme zusammen bilden die Grundlage dafür, wie viele Sitze jede Partei im Bezirkstag erhält.

Im Schwäbischen Bezirkstag sind bislang sechs Parteien vertreten: CSU (13), SPD (4), Freie Wähler (4), Grüne (2), FDP (2), Die Linke (1). Um Sitze in den nächsten Bezirkstag senden außerdem ÖDP, REP, BP, NPD, Frauenliste und Piraten Kandidaten ins Rennen.

Die Organisation, Durchführung und Ergebnisermittlung der Bezirkstagswahl für Schwaben liegt beim Wahlkreisleiter, dies ist der schwäbische Regierungspräsident Michael Scheufele. Sowohl bei der Regierung von Schwaben als auch beim Bezirk wurden Wahlteams zur Organisation gebildet, von der Regierung von Schwaben werden nach dem 15. September die Ergebnisse veröffentlicht. Dieses wird nach der Auszählung der Landtagswahlen ab Montag ermittelt.

Ganz unabhängig davon, wie die Wähler sich entscheiden, wird der nächste schwäbische Bezirkstag auf jeden Fall eine andere Zusammensetzung haben: Denn einige der bisherigen Mitglieder treten nicht mehr zur Wahl an. Allen voran der Augsburger Klaus Müller (CSU) als dienstältestes Bezirkstagsmitglied – er wurde 1990 erstmals in das Schwabenparlament gewählt. So wie Müller strebt auch der weitere stellvertretende Bezirkstagspräsident Manfred Klopf (SPD), seit 1994 Mitglied im Bezirkstag, den „politischen Ruhestand“ an. Außerdem verabschieden sich aus dem Bezirkstag der Thannhausener Bürgermeister Georg Schwarz, der Harburger Alois Stadler, der 2. Gersthofener Bürgermeister Karl Heinz Wagner sowie der Lauinger Helmuth Zengerle, alle CSU. Auch Ingeborg Vollmar von den Linken, die seit 2008 im Bezirkstag vertreten ist, ließ sich nicht erneut aufstellen.
Die konstituierende Sitzung des neuen Bezirkstages findet am Donnerstag, 10. Oktober statt. Die Bezirksrätinnen und Bezirksräte wählen bei dieser Sitzung aus ihrer Mitte den Bezirkstagspräsidenten.

Quelle: Landkreis Aichach-Freidberg

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