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Aichach-Freidberg: Brüder-Jochum-Gesellschaft – In dieser Familie gehörte Musik zum Leben

Pressemeldung vom 14. Juli 2015, 10:06 Uhr

Augsburg/Babenhausen (pm). Der Bezirk Schwaben beteiligt sich an zahlreichen Einrichtungen in ganz Schwaben im Rahmen von Zweckverbänden, Zweckvereinbarungen, Verträgen oder Vereinen. Er ist damit in der gesamten Region mit Institutionen des Sozialen, der Kultur oder der Bildung stark vertreten und prägt Schwabens soziales und kulturelles Gesicht entscheidend mit. Eines dieser vielfältigen Engagements gilt auch der Brüder-Jochum-Gesellschaft.

Professor Eugen Jochum, am 1. November 1902 in Babenhausen (Landkreis Unterallgäu) geboren, war ein bedeutender schwäbischer und international tätiger Dirigent. So war er beispielsweise von 1949 bis 1960 Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, das er gegründet hatte. Er wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Unter anderem erhielt er 1976 im Rahmen der ersten Schwäbischen Kulturtage die Verdienstmedaille des Bezirks Schwaben. Am 16. März 1987 verstarb er in München. Zu seinem 100. Geburtstag 2002 erschien eine Sonderbriefmarke der Deutschen Post.

Bereits in seinem Todesjahr 1987 wurde am 28. November die „Eugen-Jochum-Gesellschaft e.V.“ mit Sitz in Ottobeuren, einem bevorzugten Wirkungsort von Eugen Jochum, gegründet. Zweck des Vereins war, das geistig-kulturelle, insbesondere musikalische Gesamtwerk von Eugen Jochum zu sammeln, zu archivieren, auszuwerten und der Öffentlichkeit, insbesondere künstlerischen Kreisen oder auch einzelnen Künstlern, zugänglich zu machen und zu vermitteln. Präsident der Gesellschaft war der damalige Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher, der Bezirk Schwaben ist seither Vereinsmitglied.

In Eugen Jochums Geburtsort Babenhausen hat die Gemeinde im historischen Gasthaus „Rössle“ vor einigen Jahren eine „Jochum-Stube“ bzw. die Jochum-Kulturwerkstatt eingerichtet, die die Eugen-Jochum-Gesellschaft mit einer Büste des Dirigenten und musikalischen Hinterlassenschaften in einer Vitrine ausgestattet hat. 2013 wurde die Gesellschaft umbenannt in „Brüder-Jochum-Gesellschaft“ mit Sitz in Babenhausen. Mit der Umbenennung sollte das Gedenken an alle drei Jochum-Brüder – neben Eugen waren dies Otto (Komponist, Chorleiter und Musikpädagoge) und Georg Ludwig (ebenfalls Dirigent) – gewahrt werden. Neuer Präsident ist Babenhausens Bürgermeister Otto Göppel, Erste Vizepräsidentin Veronika Jochum von Moltke, als Zweiter Vizepräsident der „Brüder-Jochum-Gesellschaft“ fungiert Bezirkstagsvizepräsident Alfons Weber. Daniel Böhm ist geschäftsführender Präsident. Barbara Kreuzpointner, stellvertretende Bürgermeisterin von Babenhausen und Vorsitzende des Historischen Vereins, ist ebenfalls Mitglied im Vorstand der Gesellschaft.

Ziel der „Brüder-Jochum-Gesellschaft“ ist unter anderem, lokale und überregionale Jochum-Impulse zu setzen und verstärkt Kontakte zu den Jochum-Familien zu knüpfen.

Quelle: Landkreis Aichach-Freidberg

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