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Ansbach: Notfallplanung der Staatsregierung greift auch in Ansbach

Pressemeldung vom 9. Juli 2015, 08:13 Uhr

Stadt muss umgehend 100 Flüchtlinge aufnehmen – OB Carda Seidel bittet um Verständnis und offene Aufnahme Aufgrund des hohen Zulaufs bei der überfüllten zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Zirndorf wurde der Notfallplan der Staatsregierung dauerhaft in Kraft gesetzt. Dies bedeutet, dass Ansbach neben den kontinuierlich eintreffenden Asylbewerbern umgehend 100 Notflüchtlinge aufnehmen muss. Unter hohem Zeitdruck hat daher die, seitens der Oberbürgermeisterin wieder aktivierte ämterübergreifende, Task Force nach sofort verfügbaren Objekten gesucht. Mangels anderer baulich geeigneter Unterbringungsmöglichkeiten muss die Stadt nun in der Sporthalle in Schalkhausen eine Notunterkunft für 70 Personen einrichten. Die Vorbereitungen hierfür laufen auf Hochtouren. Am Montag, den 13. Juli 2015 um 17 Uhr informiert die Stadt die Bürgerinnen und Bürger direkt vor Ort in der Sporthalle in Schalkhausen. Alle interessierten Anwohner und Nutzer der Halle sind herzlich eingeladen. Oberbürgermeisterin Carda Seidel bittet um Verständnis, Mitgefühl und auch Unterstützung für die neu ankommenden Flüchtlinge aus Krisengebieten. „Der immense Flüchtlingsstrom ist für uns alle eine riesengroße Heraus-

forderung, die wir nur mit erheblichem Kraftaufwand und gemeinsam stemmen können“, so die Oberbürgermeisterin. „Bitte unterstützen Sie uns dabei, indem Sie die Kinder und Erwachsenen offen und gastfreundlich aufnehmen.“ Die Stadt Ansbach ist in der Pflicht, die ankommenden Flüchtlinge rasch menschenwürdig unterzubringen und mit dem Notwendigen zu versorgen. Die Notfallplanung des Freistaates sieht vor, dass ab dem 10. Juli 2015 in Ansbach sofort belegbare Einrichtungen zur Aufnahme von 100 Asylbewerbern vorgehalten werden müssen. Die Regierung von Mittelfranken hatte die Stadt hiervon mit E-Mail ebenfalls im Juli informiert. „Aufgrund der baulichen Eignung musste die Entscheidung auf die Sporthalle in Schalkhausen fallen“, so Baureferent Jochen Büschl. „Die Unterbringungsmöglichkeit ist mit entsprechenden Sanitäranlagen ausgestattet und ebenerdig zugänglich.“ Bevor die Notunterkunft allerdings bezogen werden kann, müssen noch umfangreiche Vorarbeiten mehrerer Ämter und Referate in Windeseile erledigt werden. Der Bauhof stelle das entsprechende Mobiliar auf. Das Sozialamt sorge, laut Sozialreferent Holger Nießlein, dafür, dass Verpflegung, soziale und medizinische Betreuung, Sicherheitsdienst und Gebäudereinigung sichergestellt seien. „Da die Belegung der Sporthalle Schalkhausen leider auch zu Einschränkungen für die bisherigen Nutzer führt, haben wir rasch nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht und können nun vorrübergehend Alternativen für die Sportgruppen anbieten“, erklärt Lisa van der Linden,

Leiterin des Sportamts. Die Sperrung der Halle müsse wegen Vorbereitungen schon ab dem 9. Juli 2015 erfolgen. Das Sportamt stehe mit Informationen sowie Rat und Tat für Vereine und Sportgruppen bereit.

Quelle: Stadt Ansbach

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