Energiewechsel

Aschaffenburg: Für die Zukunft gut gerüstet

Pressemeldung vom 13. Oktober 2011, 14:09 Uhr

Befragung von Schulabgängern an den Mittelschulen in Aschaffenburg

Die Aschaffenburger Schüler fühlen sich gut auf die Zeit nach der Schule vorbereitet. Das zeigt eine im vergangenen Schuljahr durchgeführte Befragung der Schulabgänger an den Aschaffenburger Mittelschulen.

Seit Januar 2011 läuft in der Stadt Aschaffenburg das von der Europäischen Union geförderte Projekt „ANSchuB – Aschaffenburger Netzwerk Schule – Beruf“. Im Rahmen dieses Projekts wurden erstmals zwei Online-Befragungen an allen Aschaffenburger Mittelschulen und an den zum Mittelschulverbund gehörenden Schulen in Haibach, Mainaschaff und Heimbuchenthal durchgeführt. Beteiligt war auch eine Förderschule.

Ziel einer ersten Erhebung im März war es, einen Überblick über die beruflichen und schulischen Perspektiven der 9. und 10. Klassen an den Mittelschulen zu gewinnen. Eine zweite Befragung im Juli zeigte, inwieweit die Planungen zum Ende der Schulzeit realisiert werden konnten.

Insgesamt haben sich 313 Schüler und Schülerinnen an der Umfrage beteiligt. 59 Prozent der Befragten haben eine deutsche Staatsangehörigkeit, somit gehören 41 Prozent zu einer anderen Nationalität. Einen Migrationshintergrund dagegen haben etwa 61 Prozent.

Bei den Befragten dominiert der Wunsch, nach Abschluss der Schule eine betriebliche Ausbildung zu beginnen. An zweiter Stelle steht der Besuch einer Fachoberschule. Allerdings haben auch zehn Prozent der Schüler und Schülerinnen noch keine Pläne für die Zeit nach der Schule.

Insgesamt fühlen sich die Schüler auf den Übergang von Schule in den Beruf gut vorbereitet. Besonders bedeutend ist die Rolle der Eltern bei der Berufsorientierung und -findung. Sie sind die wichtigsten Ansprechpartner der Kinder und haben damit eine zentrale Funktion an der Schnittstelle Schule/Ausbildung inne. Erst danach folgen Lehrer und Lehrerinnen. Als förderliche Informationsquellen bzw. Erfahrungen steht für die Jugendlichen das Praktikum an erster Stelle, gefolgt von den Betriebserkundungen, Internetseiten und Neben- bzw. Ferienjobs.

Im Laufe des Schuljahrs stark verändert hat sich vor allem die Zahl der Schüler, die bereits einen Ausbildungsvertrag oder eine Zusage einer weiterführenden Schule in der Tasche hatten. Während im März nur 19 Prozent der Befragten einen abgeschlossenen Ausbildungsvertrag bzw. eine Zusage für eine Fachoberschule hatten, waren es im Juli 52 Prozent. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Schülern mit und ohne Migrationshintergrund. Im März hatten nur sieben Prozent der Schüler mit Migrationshintergrund schon eine „gesicherte“ Zukunft, dagegen hatten 55 Prozent der Schüler ohne Migrationshintergrund bereits eine Zusage für eine Ausbildungsstelle oder für eine Fachoberschule. Zum Ende des Schuljahres nimmt die Anzahl der Schüler mit Migrationshintergrund, die eine Zusage haben, noch erheblich zu, bleibt dennoch hinter den Schülern ohne Migrationshintergrund zurück.

Nähere Informationen zu der Schulabgängerbefragung erhalten Sie beim Projektkoordinator Michael Fleckenstein (anschub@aschaffenburg.de, Tel.: 06021-313 141). Der vollständige Bericht ist auf der Internetsite www.aschaffenburg.de abrufbar und dieser Pressemitteilung hinzugefügt.

Quelle: Stadt Aschaffenburg

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis