Energiewechsel

Aschaffenburg: Schönborner Hof

Pressemeldung vom 23. Februar 2010, 10:54 Uhr

Eröffnung: Donnerstag, 4. März 2010, 19.30 Uhr
Das Stadt- und Stiftsarchiv und der Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V.würdigen die Künstlerin Wera Schröner anlässlich ihres 85. Geburtstages mit einer Ausstellung. Sie wurde am 1. März 1925 als zweitälteste Tochter des deutsch-jüdischen Künstlerehepaares Heinrich Fischer und Elsa Bertha Fischer-Ginsburg in Aschaffenburg geboren. Trotz schwerer Kinder- und Jugendzeit während der nationalsozialistischen Zeit baute sie sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs eine Existenz als Fotografin auf – eine Tätigkeit, die ihr späteres künstlerisches Wirken maßgeblich prägte. Ihr erstes Atelier eröffnete die Fotografin, die im Aschaffenburger Foto-Atelier Otto Hesse ihre Lehre gemacht hatte, im Juli 1946 in der Elisenstraße. Auch nach der Verehelichung mit dem Fotografen und Journalisten Paul Schröner (1920-2008) im Mai 1948 betrieb sie ihr Atelier weiter und legte ein Jahr später die Meisterprüfung ab. 1953 erfolgte die Verlegung des Ateliers in die Weißenburger Straße und 1955 in die Herstallstraße. Ihre ausdrucksstarken Porträtaufnahmen wurden in mehreren Ausstellungen gezeigt und ausgezeichnet. Erst im Dezember 1963 gab die inzwischen zweifache Mutter ihre Selbständigkeit als Porträt- und Werbefotografin auf. Von den unzähligen Aufnahmen, die Wera Schröner in den fünfziger und frühen sechziger Jahren machte, werden in der Ausstellung ausgewählte Originalfotografien präsentiert. Bekannte, vor allem aber namentlich unbekannte Aschaffenburger geben sich ein Stelldichein. Beispielsweise Josef Neuner, der in der Dalbergstraße eine Weinhandlung und Likörfabrikation betrieb. Er ist in das Hamburger Abendblatt vertieft und Zigarre rauchend zusammen mit einem Wellensittich verewigt. Oder die beiden Zwillingsmädchen, die genussvoll Zucker naschen. Oder die fünfköpfige Geschwisterschar im Trachtenlook. Die Porträts, die zumeist anlässlich Geburt, Einschulung, Kommunion oder Konfirmation und Hochzeit entstanden, zeigen nicht nur den Menschen, sondern spiegeln auch dessen Wesen eindrucksvoll wider.

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag: 11.00-16.00 Uhr
Samstag/Sonntag, 6./7. März und 3./4. April: 11.00-16.00 Uhr
Feiertags geöffnet Eintritt frei Führung durch die Ausstellung mit der Künstlerin:
Freitag, 16. April 2010, 11.00 Uhr
Kontaktadresse: Stadt- und Stiftsarchiv – Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V.
Schönborner Hof – Wermbachstr. 15 63739 Aschaffenburg
Tel. u. FAX: 06021/29540
Nähere Auskünfte: Ulrike Klotz M.A., Tel.: 06021/45610522 oder E-Mail: ulrike.klotz@aschaffenburg.de

Quelle: Stadt Aschaffenburg

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