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Augsburg: Bauunterhalt von Schulen hat hohe Priorität

Pressemeldung vom 10. Februar 2012, 10:46 Uhr

Zur AZ-Berichterstattung „Und wenig stinkt das Klo“ legt Bildungs- und Schulreferent Herrmann Köhler nach und stellt klar: „Der Bauunterhalt an den Schulgebäuden hat absolute Priorität und ist ein wesentlicher Schwerpunkt im städtischen Haushalt. Den seit Jahrzehnten bestehenden Sanierungsstau lösen wir konsequent nach Kräften auf.“ Eine Aufgabe, so Köhler, „an der sich noch viele Stadtregierungen abarbeiten können.“

Mit Blick auf erforderliche Sanierungen haben im Haushaltsentwurf 2012 im investiven Bereich der Schulen keine Streichungen stattgefunden. Vielmehr hat Schulreferent Hermann Köhler eine Reihe von zusätzlichen Anträgen in die Haushaltsberatungen eingebracht, von denen dann der Finanzausschuss die Dachsanierung der Grundschule Kriegshaber und die integrierten Fachräume für die Berufschule I mangels Deckungsvorschläge abgelehnt hat.

Aufgrund seiner Initiative konnte der Fachreferent zusätzliche Mittel für die naturwissenschaftlichen Fachräume am Maria-Theresia- und am Peutinger Gymnasium), den notwendigen Bauunterhalt an Schulen und vor allem für den Abschluss der Finanzierung der Großbaumaßnahme an der Grund- und Mittelschule Herrenbach sichern.

Auch die Heizungsausfälle werden bereits seit Jahren dank der Zusammenarbeit mit den Stadtwerken auf ein Minimum reduziert. „Bei Wartungsverträgen kann es keine Sparmaßnahmen geben, weil – wie das Wort zum Ausdruck bringt – vertragliche Verpflichtungen bestehen“, erläutert Köhler.
Die geschilderten Baumängel an der FOS sind nachweislich seit 1980 bekannt. „Die Stadtregierung um OB Dr. Gribl hat das Problem angepackt und stellt dafür auch Gelder zur Verfügung“, so Köhler. Da bei laufendem Betrieb saniert werden muss, arbeiten Schulleitung und Bauverwaltung eng zusammen, um die Sanierungspläne umzusetzen.

Bei den Schulen ist zwischen Investitionen in den Gebäudeunterhalt und der schulischen Entwicklung und Förderung zu unterscheiden.

Im investiven Bereich wurden seit 2008 folgende Projekte realisiert:
Westpark-Grundschule (Neubau), 20,5 Mio. Euro
Grund- und Mittelschule Herrenbach (Gebäudeerweiterung, Umbau, Sanierung), 7,6 Mio. Euro
– Maria-Theresia-Gymnasium (Neubau Mensa mit Aufenthaltsräumen und Doppelturnhalle), 7,5 Mio. Euro
– Martinschule (Gebäudeerweiterung, Umbau), 3,5 Mio. Euro
– Bärenkeller Grund- und Mittelschule (Sanierung), 2,5 Mio. Euro
– Friedrich-Ebert- Grund- und Mittelschule (Neubau), 1,4 Mio. Euro
– Löweneck-Mittelschule (Neubau), 1,6 Mio. Euro
– Jakob-Fugger-Gymnasium (Umbau und Sanierung), 2,0 Mio. Euro
– Bertolt-Brecht-Realschule (Sanierung), 2,9 Mio. Euro
– Berufsschule 1, 1. Bauabschnitt (Umbau zu integrierten Fachräumen), 700.000 Euro
– Mittelschule Firnhaberau (Umbau), 200.000 Euro
– Agnes-Bernauer-Realschule (Umbau), 150.000 Euro

Aus dem Bereich „Fitnessprogramms Schulen“, ist zu nennen: Goethe Mittelschule (Dachsanierung), 1,5 Mio. Euro, die Kapellen Mittelschule (Dachsanierung), 350.000 Euro und die Kriegshaber Grundschule (Sanierung), 2,7 Mio. Euro.

Folgende Bauprojekte stehen noch aus:
Albert-Einstein-Mittelschule (Gebäudeerweiterung, Umbau), 2,1 Mio. Euro
Grundschule Hammerschmiede (Umbau), 1,2 Mio. Euro
Maria-Theresia-Gymnasium (naturwissenschaftliche Fachräume), 1,2 Mio. Euro
Peutinger-Gymnasium (naturwissenschaftliche Fachräume), 1.3 Mio. Euro
Berufsschule 1, 2. Bauabschnitt (integrierte Fachräume), 1,6 Mio. Euro
Projekt Werner-Egk-Grundschule mit Umfeld (Kita, Jugendzentrum, Mittagsversorgung Ganztagsklassen, Turnhalle)

Daneben werden Anforderungen der Stadtgesellschaft im Betreuungsbereich ebenso unterstützt, wie moderne pädagogische Entwicklungen. „Mit dem Beginn der Legislaturperiode haben wir an vier Schulstandorten acht gebundene Ganztagsklassen angetroffen. Heute sind es 62 Klassen an 24 Standorten. Neben den baulichen Rahmenbedingungen für die Essensversorgung unterstützen wir auch den „laufenden Betrieb“ jeder Klasse mit 5.000 Euro. Wenn man die parallel dazu bestehenden offenen Angebote mitberücksichtigt, investieren wir in den laufenden Betrieb der ganztagsschulischen Angebote jährlich 550.000 Euro“, so Köhler.

Der Ausbau von Ganztagsschulangeboten und die damit verbundene Vernetzung der Schulen mit außerschulischen Einrichtungen und Organisationen tragen zur Stärkung und Entwicklung der kultureller Bildung im Lebensbereich Schule bei und eröffnen ihr neue Perspektiven. Die Fortschreibung und Weiterentwicklung der kulturellen Bildung an der Fachstelle Jugend und Bildung in Kooperation mit KS:AUG und Mehr Musik sollen für möglichst viele Jugendliche die Basis für lebenslanges Lernen und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Teilhabe an kultureller Bildung schaffen. Dazu dienen Projekte, wie zum Beispiel:
Mehr Musik
Unterstützung der Ganztagsschulen sowie Musikklassen durch die städtische Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg
Lesepaten
Entwicklung eines Audio-Guides für das Brechthaus von Schülern für Schüler
Weiterentwicklung des Kulturpass Angebots
Börse über Projekt-Seminare in Kooperation mit der IHK und der Handwerkskammer
Poetry-Pop Festival in Kooperation mit der Neuen Stadtbücherei

EM der Augsburger Schulen mit Workshops zum interkulturellen Lernen

Initiierung und Fortsetzung des Projekts „Unsere Show“, an dem im Schuljahr 2011/2012 die RWS sowie die Kerschensteiner-, Albert-Einstein-, Friedrich-Ebert- und Centerville-Süd-Mittelschule teilnehmen.

„Aus den aufgelisteten Vorhaben wird der hohe Stellenwert, den der Bereich „Schule“ in der amtierenden Stadtregierung einnimmt, mehr als deutlich – auch in schwierigen finanziellen Zeiten“, so der Schul- und Bildungsreferent.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Bildungs- und Schulreferat, Tel. 0821 324 6900

Quelle: Pressestelle der Stadt Augsburg

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