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Augsburg: Christian Wulff spricht am 25. Januar im Rahmen der Reihe „Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft“

Pressemeldung vom 17. Januar 2017, 14:31 Uhr

Christian Wulff, Bundespräsident a.D., spricht auf Einladung des Friedensbüros und Kooperationspartnern am Mittwoch, 25.1.2017 im Rahmen der Reihe »Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft« im Augsburger Rathaus.

»Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.« Mit dieser Aussage in seiner Bremer Rede zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit sorgte Christian Wulff 2010 für kontroverse Diskussionen – Diskussionen, die bis in die Gegenwart nicht an brisanz verloren haben. Wulff hatte sich in seinen Ämtern als Ministerpräsident von Niedersachsen und später als Bundespräsident stets um Fragen der Integration und des Dialogs der Religionen bemüht. Ein guter Grund, ihn in die Friedensstadt Augsburg einzuladen.

Im Rahmen der Reihe »Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft« spricht Christian Wulff zu dem Thema »Demokratie braucht persönliche Bekenntnisse: Damit Zusammenleben gelingt!« Die Moderation des Gesprächs übernimmt Prof. Dr. Matthias Rossi, Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, Europarecht sowie Gesetzgebungslehre der Universität Augsburg. »Wie können wir unser Zusammenleben in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt so gestalten, dass die Rechte aller gewahrt werden? Wie können wir mit Dynamiken umgehen, die unsere Gesellschaften radikal verändern, ohne Werte und Richtung zu verlieren? Frieden, Freiheit und die Möglichkeit zu einem Leben in Würde sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen immer wieder aufs Neue errungen werden.« Um dieses Ringen, von dem Wulff hier spricht, wird es auch am 25. Januar im Augsburger Rathaus gehen.

Die Vortragsreihe »Augsburger Reden« widmet sich aktuellen Themen der Vielfalt in der Friedensstadt Augsburg. Die Vorträge möchten das Verständnis für aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen fördern und mögliche Handlungsoptionen beleuchten. Es sprachen im Rahmen der Reihe bisher u.a. Mark Terkessidis, Navid Kermani, Gesine Schwan, Wilhelm Heitmeyer, Ilya Trojanow und Armin Laschet. Im Reformationsjahr 2017 steht die Vortragsreihe gemeinsam mit weiteren Veranstaltungen und mehreren Partnern im Zeichen des Mottos ?Mutig bekennen, friedlich streiten.“ Wir verweisen deshalb gerne auf das Gesamt-Programm »500 Jahre Reformation« unter www.reformation2017augsburg.de.

Eckdaten zur Veranstaltung:

»Demokratie braucht persönliche Bekenntnisse: Damit Zusammenleben gelingt!« Vortrag und Gespräch mit Christian Wulff Moderation: Prof. Dr. Matthias Rossi, Universität Augsburg Datum / Uhrzeit: Mittwoch, 25.01.2017, 19.00 Uhr Ort: Rathaus Augsburg, Goldener Saal (Rathausplatz 2, 86150 Augsburg) Karten: Abendkasse: 5/3 ? (erm.), mit Vorlage des Kultursozialtickets 1? Einlass: ab 18.15 Uhr

Karten gibt es in der Bürgerinfo am Rathausplatz, im AnnaPunkt und im Taschenbuchladen Krüger (Färbergäßchen 1).

Infos zur Redereihe » Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft« und dem dazugehörigen Netzwerk:

Seit Jahren kooperiert das Veranstaltungsnetzwerk unter der Federführung des Friedensbüros der Stadt Augsburg. Mit der Vortragsreihe »Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft« werden seit Jahren Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen zu öffentlichen Vorträgen in die Friedensstadt eingeladen. Sie sprechen zu den Themen Interkulturalität, Migration, Diversity und des interreligiöser Dialogs. Heute zeichnet sich Vielfalt vor allem durch neue Lebensformen und Lebenswirklichkeiten aus, die den gesellschaftlichen Alltag in Deutschland bzw. Europa prägen. Zum friedlichen Zusammenleben tragen die Anerkennung und Akzeptanz einer Gesellschaft bei, die sich durch einen Pluralismus von Lebensstilen auszeichnet. Dem möchte das Netzwerk in Zukunft verstärkt Rechnung tragen.

Zum Veranstaltungsnetzwerk gehören: Stadt Augsburg: – Christiane Lembert-Dobler, Friedensbüro im Kulturamt – Dr. Margret Spohn, Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt Universität Augsburg: – Prof. Elisabeth Naurath, Lehrstuhl für Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts – Prof. Christoph Weller, Lehrstuhl für Politikwissenschaft Volkshochschule Augsburg: – Stefan Glocker & Dr. Iris Hafner Evangelisches Forum Annahof: – Susanne Kasch & Dr. Martin Beck

Quelle: Stadt Augsburg

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