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Augsburg: Ehrenbürger Kurt F. Viermetz schenkt Maximilianmuseum historisches Reiseservice

Pressemeldung vom 24. Februar 2012, 12:43 Uhr

Ein um 1725 von drei Augsburger Meistern gefertigtes, komplett und original erhaltenes Reiseservice aus vergoldetem Silber wurde vom Augsburger Ehrenbürger Kurt F. Viermetz den Kunstsammlungen. Kulturbürgermeister Peter Grab dankte Kurt F. Viermetz für diese großzügige Schenkung und würdigte dessen erneutes Engagement für die Erweiterung der Sammlung des Maximilianmuseums als vorbildhaft. Das Reiseservice wird nun im Zentrum des nach Kurt F. Viermetz‘ verstorbenen Gattin benannten Felicitas-Saals präsentiert.

Das neunteilige Service befindet sich in seinem originalen Lederkoffer. Es besteht aus einer kleinen Deckelschüssel mit zugehörigem Presentoir (Unterteller), einem doppelseitigen Eicherbecher, einer Gewürzdose, einem Glasbecher mit Silbermontierung, einem dreiteiligen Besteck und einem Marklöffel. Allen Teilen gemeinsam ist ein für das frühe 18. Jahrhundert typisches, fein ziseliertes Régenceornament mit Laub-, Bandel und Gitterwerk über mattpunziertem Grund. Die Feuervergoldung ist original.

Das Service ist in seltener Vollständigkeit erhalten. Es ist ein typisches Beispiel für die zur Zeit des Barock überaus beliebten „Mundzeuge“. Dabei handelt es sich um kostbar gearbeitete Reisebestecke, die für eine Person bestimmt waren und je nach Bedarf und Wunsch um weitere Utensilien wie Trinkgefäß oder Deckelschüssel erweitert werden konnten. Die Augsburger Goldschmiede waren auf die Anfertigung derartiger Reiseservice spezialisiert, die sie arbeitsteilig herstellten.

Kleines Reiseservice
im originalen, lederbezogenen Futteral
Beschauzeichen: Augsburg, um 1725
Meisterzeichen: Johann Ludwig I Schoap (Deckelschüssel mit Presentoir, Eierbecher, Gewürzdose und Silberfassung des Glasbechers)
Pihlipp Jakob I Jäger (dreiteiliges Besteck)
Abraham III Warnberger (Marklöffel)
Glasbecher, Nürnberg, um 1725
Silber. Getrieben, Teile gegossen, ziseliert, punziert, vergoldet.
Messer mit originaler Stahlklinge. Schmiedemarke sechsstrahliger Stern.
Farbloses Glas mit matt- und Blankschnitt
Lederbezogene Holzschatulle mit Messingbeschlägen.

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:
Dr. Christoph Emmendörffer, Leiter Maximilianmuseum
Telefon: 0821-324 4111, christoph.emmendoerffer@augsburg.de

Quelle: Pressestelle der Stadt Augsburg

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