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Bad Wörishofen: Kneippstadt begeht 30. Todestag am 10 Juni 2012 von Rainer Werner Fassbinder in Bad Wörishofen – Ausstellung im Kurhaus zeigt das filmische Werk

Pressemeldung vom 5. Juni 2012, 10:52 Uhr

Der bekannte Filmemacher wurde am 31.05.1945 in Bad Wörishofen geboren Matinee mit Festakt am Sonntag, 10.06.2012 im Filmhaus Huber –

In Gedenken an Rainer Werner Fassbinder, er wurde am 31.05.1945 in Bad Wörishofen geboren, veranstalten das Filmhaus-Huber und die Stadt Bad Wörishofen am Sonntag, 10. Juni 2012, ab 10.30 Uhr, eine ehrende Hommage mit Filmvorführung.
Außerdem findet ab Montag, 11.06.2012 in der Kurhaus-Galerie eine kleine Ausstellung unter dem Titel „Rainer Werner Fassbinder – Das filmische Werk“ statt. Zu sehen ist die Ausstellung ab 11.06.12, ab 12.00 Uhr, bis einschließlich Montag, 18.06.2012 zu den Öffnungszeiten des Kurhauses. Der Eintritt ist frei!

„Schlafen kann ich, wenn ich Tod bin“ – ein Fassbinder-Zitat. Er hat in seiner kurzen Schaffenszeit über 40 Filme fürs Kino und Fernsehen gedreht darüber hinaus auch Theaterstücke geschrieben. Das „Genie“ Fassbinder hat Maßstäbe gesetzt!

„Rainer Werner Fassbinder war einer der bedeutendsten Autoren und Regisseure der Deutschen Filmgeschichte. Seine Filme wurden damals häufig kritisiert, er war umstritten, radikal und konsequent in seiner Darstellung. Er galt als Unruhestifter des Nachkriegskinos. Dennoch haben seine Sichtweise und seine Visionen bis heute nichts an seiner Gültigkeit verloren. Jede Zeit muss die Aktualität des RWF für sich neu entdecken. Der Zuschauer kann durch Zeiten und Geschichten wandern, und wird bald feststellen, dass er sich auf einer großen Wanderung durch das Leben befindet“, so der Bad Wörishofer Filmhausbetreiber Rudolf Huber.

Festakt: Filmhaus Bad Wörishofen: Sonntag, 10.06.2012, Beginn 10.30 Uhr (freier Eintritt)
Ansprache Bürgermeister Klaus Holetschek
Ansprache Filmhaus-Inhaber Rudolf Huber
Musikalische Umrahmung Ursula Glanz mit ihren Musikschülern
Anschließend Film: Ich will nicht nur, dass ihr mich liebt
Ein Dokumentarfilm über Rainer Werner Fassbinder, entstanden zum 10. Todestag des am 10. Juni 1982 in München verstorbenen Filmemachers. Hans Günther Pflaum unternimmt seine Spurensuche auf drei Ebenen: auf der ersten äußern sich zahlreiche Mitarbeiter Fassbinders über die Person, die spezifische Arbeitsweise und die Bedeutung des Regisseurs. Auf der zweiten kommt – anhand von Archivmaterial – Fassbinder selbst zu Wort. Auf der dritten Ebene verdeutlichen und ergänzen Ausschnitte aus Fassbinders Werk die Statements. Die Dokumentation ist in zehn Kapitel gegliedert. In deren Mittelpunkt steht das Leben des Regisseurs, von der Kindheit bis zum Tod. Darüber hinaus geht es um künstlerische Schwerpunkte, wie Kamera, Darsteller oder Musik. ICH WILL NICHT NUR, DASS IHR MICH LIEBT enthält Ausschnitte aus sämtlichen Fassbinder-Filmen.

Filmhaus Bad Wörishofen: Sonntag, 10.06.2012, Beginn 20.00 Uhr
Katzelmacher
Eine Gruppe junger Menschen schlägt sich die Zeit tot. Man hockt zusammen in der Kneipe oder auf dem Hinterhof, trinkt, spielt Karten, endlos sich im Kreise drehende Gespräche, man spaziert herum, tauscht Klatsch und Tratsch, Gehässigkeiten und heuchlerische Freundlichkeit, schläft miteinander, auch mal gegen Geld. Und als der Fremde, der griechische Gastarbeiter (R.W. Fassbinder), auftaucht, kann man an ihm seine Aggression abreagieren. Auch einen Profit kann Elisabeth (Irm Hermann) aus dem ausländischen Untermieter herausschlagen. Nur Marie (Hanna Schygulla) bricht aus er Gruppe und ihren Vorurteilen aus und mit ihm.
Deutschland 1969, Prädikat: Besonders wertvoll.
Preise: FIPRESCI Preis der internationalen Filmkritik, Preis der Akademie für darstellende Künste,

5 Bundesfilmpreis, Internationaler evangelischer Filmpreis.
Regie: Rainer Werner Fassbinder. Darsteller: Hanna Schygulla, Rudolf Waldemar Brem, Lilith Ungerer, Elga Sorbas, Doris Mattes, Rainer Werner Fassbinder, Irm Hermann, Katrin Schaake.

Filmhaus Bad Wörishofen: Dienstag, 12.06.2012, Beginn 20.00 Uhr
Lola
Wirtschaftswunderland 1957: Herr von Bohm wird Baudezernent in einer fränkischen Kleinstadt. Durch seine Unbestechlichkeit stört er die Transaktionen der korrupten Honoratioren, die sich beim Wiederaufbau die lukrativen Geschäfte zuschieben. Als sich von Bohm in Unkenntnis ihres „Berufes“ in die Prostituierte Lola verliebt und sie schließlich heiratet, wird er für die „ehrenwerten“ Bürger erpressbar … und passt sich an. Mit dem mehrfach preisgekrönten Werk „Lola“ setzt Rainer Fassbinder seine (mit der „Ehe der Maria Braun“ begonnene) Auseinandersetzung mit der Nachkriegszeit und der Ära Adenauer fort, entlarvt die falsche Moral der fünfziger Jahre und liefert Denkanstöße über Fehlentwicklungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach Heinrich Manns Roman „Professor Unrat“.
Deutschland 1981.
Regie: Rainer Werner Fassbinder.
Darsteller: Mario Adorf; Karin Baal; Ivan Desny; Helga Feddersen; Armin Mueller-Stahl; Barbara Sukowa; Rosel Zech.

Quelle: Bad Wörishofen

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