Energiewechsel

Bamberg: Badeparadies in Planung

Pressemeldung vom 20. Mai 2010, 15:08 Uhr

Drei Kommunen gründen Planungsverband für den Großen See Breitengüßbach

Breitengüßbach. Zur Gründungsversammlung des Planungsverbandes „Campingplatz Großer See“ hat Bürgermeister Reiner Hoffmann am 20. Mai 2010 nach Breitengüßbach eingeladen. Die drei Bürgermeister und die sechs gewählten Verbandsräte aus Baunach, Breitengüßbach und Rattelsdorf werden die Weichen für die zukünftige Gestaltung und Nutzung des Großen Sees stellen. Ziel ist es, über einen vorhabensbezogenen Bebauungsplan die Entwicklung eines Campingplatzes zu ermöglichen und gleichzeitig die verschiedenen Nutzungsinteressen am parallel zur B4 liegenden Seeufer zu ordnen.
Mit der vom Landratsamt Bamberg fachlich begleiteten Gründung des Planungsverbandes ist ein weiterer wichtiger Schritt getan, damit der See zu einem attraktiven Badesee für die Region werden kann. Die Voraussetzungen dafür sind günstig: direkte Anbindung an die Autobahn A73 und Lage an der B4, direkte Anbindung an den Mainradweg, vorhandener Stützpunkt der BRK-Wasserwacht und die Öffnung zum Main. Durch den neu geschütteten Querdamm gibt es eine klare Abgrenzung zu ökologisch wertvollen Bereichen. Im Zusammenspiel mit dem umgestalteten Campingplatz am Ebinger See und dem Wohnmobilstellplatz in Baunach kann sich das Gebiet für Campingurlauber positionieren und eine direkt am Wasser gelegene Zeltmöglichkeit für Kanuten und Radfahrer anbieten.
Bereits seit 1998 arbeiten die drei Kommunen in dem ehemals vom Wasserwirtschaftsamt mit europäischen Fördermitteln angestoßenen Projekt „MoSaiK – Modellhafte Sanierung von Kiesbaggerseen“ zusammen, um ein geregeltes Miteinander von Freizeit, Fischerei, Kiesabbau und Naturschutz zu gestalten. Das Gebiet zwischen Baunach, Rattelsdorf und Breitengüßbach gehört zu den größten Kiesabbaubereichen in Oberfranken. Die entstandenen Seen und die Flüsse Main, Itz und Baunach haben zusammen heute schon über 250 ha Wasserfläche. Klingt viel, aber Angler, Segler, Kanuten, Badende und Erholungssuchende haben unterschiedliche Bedürfnisse, die nicht immer zusammen passen. Gleichzeitig gilt es, den Lebensraum für Tiere und Pflanzen über und unter Wasser zu schützen. Große Teile des Gebietes gehören zum europäischen Schutzgebietsnetz NATURA 2000. An der nahe gelegenen Itzmündung, am Ochsenanger und entlang des Mains hat sich in den letzten Jahren durch naturnahe Umgestaltungen ein Naturparadies entwickelt. Der Planungsverband hat also eine anspruchsvolle Aufgabe zu meistern. Alle Beteiligten sind sich jedoch darin einig, dass nur durch eine konsequente Nutzungsregelung der See dauerhaft zu einem Badeparadies werden kann.

Die Satzung für den Planungsverband Campingplatz Großer See ist im Amtsblatt des Landkreises Bamberg vom 31. März 2010 und in den Amtsblättern der Kommunen veröffentlicht worden und kann auch im Internetangebot der drei beteiligten Kommunen aufgerufen werden.

Quelle: Landratsamt Bamberg – Presse-/Öffentlichkeitsarbeit

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis