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Bayreuth: Ansiedlung von großflächigem Möbeleinzelhandel Thema im Bauausschuss

Pressemeldung vom 20. März 2017, 13:59 Uhr

Der Bauausschuss des Stadtrats wird sich in seiner Sitzung am Dienstag, 21. März, mit einer wichtigen Weichenstellung für die Bayreuther Stadtentwicklung befassen. Sowohl die Lutz-Unternehmensgruppe als auch die Krieger Unternehmensgruppe haben Interesse an Bayreuth als Standort für großflächigen Möbeleinzelhandel. Nach einem Beschluss des Stadtrats vom Dezember 2015 sind sowohl Flächen auf dem Areal der ehemaligen Markgrafenkaserne als auch an der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße denkbar. Die Mitglieder des Bauausschusses sind nun gefordert, als Empfehlung an den Stadtrat eine der beiden Optionen zu präferieren.

Mit Blick auf den Standort der ehemaligen Markgrafenkaserne wurden im Verlauf des vergangenen Jahres intensive Gespräche mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und mit der Eigentümerseite des Nachbargrundstücks geführt. Dabei waren unter anderem Fragen der Wertermittlung und der vertraglich festgesetzten Nachzahlungsverpflichtungen zu klären, die entstehen, wenn auf diesen Flächen entgegen der ursprünglichen Planung eines Logistikzentrums eine höherwertige Nutzung realisiert wird.

Auch mit der Städtebauförderung wurden im vergangenen Jahr Gespräche geführt. Abzuklären galt es, ob und wie eine Rückzahlung von staatlichen Fördermitteln für die fraglichen Flächen der ehemaligen Markgrafenkaserne abzuwickeln ist, falls für diese eine höherwertige bauliche Nutzung vorliegt. Die Regierung von Oberfranken hat hierzu inzwischen ebenfalls eine verbindliche Aussage getroffen.

Standort Dr.-Konrad-Pöhner-Straße ebenfalls geprüft

Ebenfalls weiter geprüft wurde von der Verwaltung der Standort Dr.-Konrad-Pöhner-Straße. Hier fand zuletzt im Dezember vergangenen Jahres ein Gespräch zwischen den beteiligten Privatpersonen und dem Rechtsreferat der Stadt statt. Denkbar wäre eine Lösung, bei der ein flächenmäßig deutlich nachgeordneter Teil des Grundstücks für die Ansiedlung eines Möbelfachmarktes veräußert wird und der überwiegende Teil der Flächen an die Stadt Bayreuth verkauft wird. Für diese Flächen ist vorgesehen, ein Sondergebiet Universität beziehungsweise Forschung und Entwicklung planerisch aufzubereiten. Damit würden sich sowohl für die Universität selbst als auch für Ausgründungen und ein Existenzgründerzentrum optimale Rahmenbedingungen ergeben.

Für den Fortgang des Ansiedlungsprozesses ist nach Einschätzung des Rathauses nun eine Entscheidung der Stadtratsgremien für einen konkreten Standort notwendig. Sie wäre gleichbedeutend mit Planungssicherheit für die Eigentümer und Investoren und würde die Grundlage für die erforderlichen Bauleitplanverfahren schaffen.

Quelle: Stadt Bayreuth

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