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Bayreuth: Großartige Resonanz auf Schreibwettbewerb „Jean Pauls Taschendruckerei“ zum 250. Geburtstag des Dichters

Pressemeldung vom 9. September 2013, 09:46 Uhr

Verein Jean Paul 2013 präsentiert junge Gewinnerinnen und Gewinner und ihre Texte am 13. September 2013 in einer öffentlichen Lesung in der Fichtelgebirgshalle Wunsiedel

Lesen, das geht gerade eben noch, aber selbst schreiben? Ist Schreiben cool? Der Schreibwettbewerb „Jean Pauls Taschendruckerei“ des Vereins Jean Paul 2013 e.V. belegt eindrücklich: Jugendliche schreiben gerne, Jugendliche sind kreativ und lassen ihrer Fantasie in der Literatur freien Lauf. Am Freitag, den 13. September 2013, um 18.30 Uhr, stellt der Verein gemeinsam mit der Stadt Wunsiedel die Preisträger und ihre prämierten Geschichten in einer öffentlichen Lesung in der Fichtelgebirgshalle in Wunsiedel vor.

Im Vorgriff auf das diesjährige 250. Geburtstagsjubiläum von Jean Paul hatte der Jean Paul 2013 e.V. im vergangenen Jahr bundesweit Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 19 Jahren zu einem Schreibwettbewerb eingeladen. Sie sollten zu Jean Pauls Werktiteln „Dr. Katzenbergers Badereise“, „Der Komet“, „Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch“ und der „Maschinenmann“ traurige, lustige, skurrile, fantasiereiche – kurz: eigene Texte schreiben. „Die Resonanz hat die Erwartungen bei weitem übertroffen“, so Julia Knapp, Geschäftsführerin des Vereins und Koordinatorin dieses Literatur-Projektes. Nach rund sechs Monaten erreichten über 160 Einsendungen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus dem Ausland das Projektbüro des Vereins in Bayreuth. Daraus sollten nun die besten Texte ausgewählt werden – keine einfache Aufgabe für die Experten-Jury. Im vergangenen Februar kamen die Jugendbuchautorin Agnes Hammer, die Schriftstellerin und Literaturpädagogin Iris Wolff, der Kulturmanager und Künstler Philipp Riedel, der Literaturwissenschaftler Dr. Christian Schmidt, die Oberstudienrätin Tabea-Stephanie Amtmann und die Literaturwissenschaftlerin Julia Knapp zusammen und entschieden nach eingehender Beratung, welche der eingereichten Texte prämiert und in einer gemeinsamen Publikation vorgestellt werden sollen. „Uns ging es vor allem darum, ob jemand erzählen kann und ob er etwas zu erzählen hat“, erläutert Julia Knapp die grundsätzlichen Vorgaben, nach denen die Jury ihre Entscheidung traf. Zu den weiteren Kriterien gehörten der Plot einer Geschichte, ein spannender Erzählbogen, sprachliche Finesse und Korrektheit sowie Fantasie und Einfallsreichtum. „Orthografie und Grammatik schlugen nicht zu Buche.“ Vierundzwanzig Texte wurden ausgewählt, doch die Namen der prämierten Autorinnen und Autoren wurden bislang geheim gehalten. Am 13. September 2013 ist es nun soweit: sieben der vierundzwanzig jungen Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden gemeinsam mit den Literaten der Jury ihre Texte in einer öffentlichen Lesung in der Fichtelgebirgshalle in Jean Pauls Geburtsstadt Wunsiedel vorstellen. Sie kommen aus dem gesamten Bundesgebiet. Eine junge Autorin aus Köln schickt sogar eigens ihre Mutter, da sie selbst ein freiwilliges soziales Jahr in Island absolviert. Der besondere Stellenwert dieses Schreibwettbewerbs ist auch daran abzulesen, dass die Bayerische Staatsbibliothek München Kooperationspartner für das Literaturprojekt ist. Dr. Stephan Kellner, Bavarica-Referent der Staatsbibliothek, wird an dem Abend ebenfalls anwesend sein und über die Publikation der Texte auf der online-Präsenz des Literaturportals der Staatsbibliothek referieren. Darüber hinaus werden die Texte in einer gedruckten Veröffentlichung unter dem Titel „Jean Pauls Taschendruckerei“ erscheinen. Umrahmt von Bildern des bayerischen Künstlers Peter Fischerbauer finden sich neben den vierundzwanzig Siegergeschichten Einführungstexte der Jurorinnen und Juroren, sowie Informationen zu den jungen Autorinnen und Autoren darin. Diese „Taschendruckerei“ ist über das Projektbüro des Vereins Jean Paul 2013 in Bayreuth zum Preis von 5 Euro erhältlich.

„Wir sind mit dem Ergebnis dieses Schreibwettbewerbs mehr als zufrieden“, so die Geschäftsführerin von Jean Paul 2013 e.V. Und sie ergänzt: „Die jungen Autorinnen und Autoren dürfen sich durchaus als ‚Jean Pauls Erben‘ betrachten.“ Julia Knapp nimmt damit Bezug auf das gleichnamige Literaturfestival des Vereins, das mit der Abschlussveranstaltung der „Taschendruckerei“ vom 13. bis zum 22. September 2013 zahlreiche Veranstaltungen und Workshops anbietet. „Jean Pauls Erben“ ist für ein junges und jung gebliebenes Publikum konzipiert. Moderne Protagonisten, Musiker, Rapper und zeitgenössische Autoren geben diesem Festival ein unverkennbares Profil. Jeder, der Lust darauf hat, Literatur und die Leidenschaft zum Wort aus einer anderen Perspektive zu erleben, ist herzlich dazu eingeladen. Weitere Informationen unter www.jean-paul-2013.de.

Quelle: Stadt Bayreuth

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