Energiewechsel

Berg: „Bemerkenswerter Tag“ in der Gemeinde Berg

Pressemeldung vom 9. September 2011, 11:44 Uhr

Von einem „besonderen und bemerkenswerten Tag“ sprach Bürgermeister Helmut
Himmler, als Ignaz Stich vom Wasserwirtschaftsamt Regensburg den letzten
Zuwendungsbescheid für die Abwasserreinigung in der Gemeinde Berg mit einem
Betrag in Höhe von 881.746,60 Euro überbrachte. Konkret handelt es sich
dabei um den Bauabschnitt 26 – Bau der Abwasserreinigung im Waller Tal und
anteilige Erweiterung der Kläranlage in Berg-Meilenhofen. Diese Maßnahmen
wurden zwar bereits vor Jahren abgeschlossen, aber nunmehr wurde nach
Einreichung des sog. Verwendungsnachweises der Schlussbescheid erlassen.

Der Berger Bürgermeister dankte Ignaz Stich für die „sehr gute und
zuverlässige Zusammenarbeit über einen langen Zeitraum hinweg“. Dieses Lob
treffe für alle Mitarbeiter beim WWA Regensburg zu. Da Stich im November in
den Ruhestand geht, überreichte ihm Himmler einige kleine Präsente als
Zeichen der Wertschätzung und Erinnerung an die Gemeinde Berg.

Nachdem hinsichtlich Abwasserreinigung in Berg die Aufgaben gemacht seien
und auch die Kläranlage erweitert und ertüchtigt wurde, erreiche man
hervorragende Reinigungswerte. Mit einem kräftigen finanziellen Aufwand der
Bürger habe man die Qualität der Gewässer erheblich verbessern können und
damit wichtige Beiträge zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen
geleistet. Die Schwarzach und die Bäche in den Tälern von Wall, Sindlbach,
Rohrenstadt, Loderbach und Hausheim haben heute wieder gute Qualität als
Fischgewässer. Demgegenüber sei die Schwarzach als wichtigster Vorfluter in
Berg vor 20 Jahren eine Kloake gewesen. Die leistungsfähigen Klärwerke in
Neumarkt und Berg hätten entscheidend zur Steigerung der Wasserqualität
beigetragen.

Die Abwassereinrichtung der Gemeinde Berg habe 31 Millionen Euro gekostet,
gleichwohl seien die Beiträge der Haushalte eher moderat und verträglich
geblieben. Dies sei aber nur möglich gewesen, weil der Freistaat Bayern die
Gemeinden bei der gewaltigen Aufgabe des Baus der
Abwasserentsorgungseinrichtungen sowie der Wasserversorgung gut unterstützt
habe. Allein in Berg habe von den 31 Millionen Euro Gesamtkosten der
Abwasserreinigung der Staat bei 26 umgesetzten Bauprojekten 10,2 Millionen
Euro finanziert. Exakt um diesen Betrag konnten die Eigentümer von bebauten
und bebaubaren Grundstücken bei der Festsetzung der Beiträge entlastet
werden.

Inzwischen habe sich der Staat aber vollständig aus der Finanzierung
zurückgezogen, so dass die kostenträchtige Erneuerung und Verbesserung der
Anlagen in Zukunft in voller Höhe von den Gemeinden und damit von den
Bürgerinnen und Bürgern finanziert werden muss. Dies bedeute eine große
Belastung der Menschen in den ländlichen Regionen. Wegen der langen
Leitungswege in den Flächengemeinden sei Wasserversorgung und
Abwasserreinigung am Land eben wesentlich teurer als in Städten und in dicht
besiedelten Gebieten. Vor diesem Hintergrund sei die Forderung der
Kommunalpolitik auf Wiedereinführung der abgeschafften Förderung für
wasserwirtschaftliche Maßnahmen eine Notwendigkeit im Sinne der Bürgerinnen
und Bürger in den ländlichen Regionen Bayerns. Ziel staatlichen Handelns
müsse bleiben, annähernd gleiche Lebensbedingungen für alle Bayern zu
schaffen.

Quelle: Gemeinde Berg bei Neumarkt i.d.OPf.

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