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Berg: Gemeinde Berg will Chunradus-Grundschule Sindlbach halten und sichern

Pressemeldung vom 9. August 2016, 13:24 Uhr

Um den Bestand der Chunradus-Grundschule im zweitgrößten Ort der Gemeinde Berg gebe es – so Bürgermeister Helmut Himmler vor dem Gemeinderat der Gemeinde Berg bei der letzten Sitzung vor der Sommerpause – immer wieder Diskussionen und Zweifel. Das sei derzeit ebenso unverständlich wie überflüssig. Seit 20 Jahren sei die Position des Bürgermeisters und des Gemeinderates in wechselnder Zusammensetzung klar und unmissverständlich, nämlich die kleine Schule mit derzeit 83 Kindern als zweiten Schulstandort in der Gemeinde Berg zu erhalten. Der Bürgermeister gab die von Rektorin Brigitte Kopp vorgelegten Zahlen der Schülerfortschreibung der Chunradus-Grundschule Sindlbach bekannt:

Zu Beginn der nächsten zwei Schuljahre habe man lediglich 12 bzw. 13 ABC-Schützen, wobei diese bei Bedarf die Ganztagsklassen in Berg besuchen können und somit noch geringere Schülerzahlen vorhanden seien. Die Schülerzahl werde sich gegenüber den Zeiten vor 15 Jahren halbieren. Man werde diese Zeit aber in bewährter Kooperation mit dem Schulamt Neumarkt bzw. der Regierung der Oberpfalz überbrücken und dann würden die Zahlen der Erstklässler wieder ansteigen.

Zu den in den letzten Wochen entstandenen Spekulationen hinsichtlich des Schulstandortes Sindlbach machte der Bürgermeister deutlich, dass es eine Schule nur mit einer Mindestanzahl an Kindern geben könne und selbstverständlich nur dann ein Schulstandort auch nachhaltig gesichert sei.

Er wies darauf hin, dass diese Bestandssicherung des Schulstandortes in Sindlbach vor 20 Jahren durch die Erweiterung des Grundschulsprengels um die Altgemeinde Stöckelsberg mit den Orten Stöckelsberg, Unter-, Mitter-, Oberrohrenstadt, Häuselstein, Reicheltshofen, Wünricht und Mauertsmühle erfolgt ist. Daher muss bedacht werden, dass es die Chunradus-Grundschule Sindlbach nur noch gibt, weil Schüler/innen aus der ehemaligen Gemeinde Stöckelsberg diese Grundschule in Sindlbach besuchen.

Nachdem auch in Zukunft der Grundschulstandort Sindlbach erhalten bleiben sollte, müsse hierfür eine Strategie entwickelt werden, zumal die schwierigen Jahren erst noch kommen, wenn die geburtenschwachen Jahrgänge der Vergangenheit die Elterngenerationen bilden und somit zu wenige Kinder für die Klassenbildungen an der Chunradus-Grundschule da sein werden.

Der 1. Bürgermeister führte hierzu seine Grundsätze und Ziele für den Erhalt des Sindlbacher Schulstandortes an:

– Der Erhalt des Grundschulstandortes Sindlbach alleine mit Kindern aus der Altgemeinde Sindlbach werde langfristig kaum möglich sein.

– Klares und unmissverständliches Ziel der Gemeinde Berg sollte sein, diese Grundschule im zum Wohle der Kinder im Norden der Gemeinde Berg zu halten und zu sichern.

– Es sollte ein Grundschulverbund Berg-Sindlbach angestrebt werden.

– Die Schaffung von Zuzugsmöglichkeiten im nördlichen Gemeindebereich sei von größter Bedeutung. Konkret sollte über die ohnehin stattfindende bauliche Entwicklung hinaus in Sindlbach ein großes Baugebiet mit einer Fläche von rund 30.000 qm in der Nähe des Sportplatzes ausgewiesen werden. Hierfür müsste der Kommune der bereits beantragte Kauf des kirchlichen Grundstücks ermöglicht werden. Die Gemeinde würde diese derzeitige landwirtschaftliche Fläche zu Bauland entwickeln und im Rahmen des sog. Berger Familienmodells kostengünstig an junge Familien abgeben.

Zum Schluss seiner Ausführungen stellt der 1. Bürgermeister fest, dass die Gemeinde Berg die Betreuungsangebote an den Schulen zur Verfügung stellt, wie sie von den Eltern gewünscht und vor allem benötigt werden. Daher gebe es an der Grundschule Sindlbach Mittagsbetreuung, Hausaufgabenhilfe und zusätzliche musikalische Bildung ? von der Gemeinde und dem Förderverein finanziert.

Im Gemeinderat der Gemeinde Berg gab es auch in dieser Sitzung übereinstimmenden Konsens, den zweiten Schulstandort in der Gemeinde in Sindlbach zu halten und langfristig zu sichern.

Quelle: Helmut J. Himmler / Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz

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