Energiewechsel

Berg: Gemeinde investiert 505.000 EURO in Qualität der Trinkwasserversorgung

Pressemeldung vom 8. November 2016, 11:06 Uhr

Die Gemeinde Berg modernisiert laufend ihre technische Infrastruktur, z. B. im Aufgabenbereich Trinkwasserversorgung. Nach Fertigstellung der Zentrale der Wasserversorgung (Wasserhaus Waller Straße) wurden in den Hochbehältern Hausheim und Kadenzhofen „Ultra-Violett-Licht-Anlagen“ eingebaut und in Betrieb genommen. Diese Anlagen kosteten mit EDV-Anbindung 75.000,- Euro und nunmehr ist das Risiko von Verkeimungen des Trinkwassers aus den Quellen beseitigt. Jetzt konnte im Hochbehälter Häuselstein der Einbau einer sog. Ultra-Filtrations-Anlage abgeschlossen werden. Im Bereich der dortigen Brunnen III und IV war es immer wieder zu Trübungen des Trinkwassers gekommen. Die Brunnen liegen im Karstgebiet. Ultra-Violet-Licht-Anlagen sind bei trübem Wasser weitgehend wirkungslos. Bei den Brunnen im Karstgebiet war daher die relativ teure Ultrafiltrationstechnik angezeigt, denn dabei wird das Wasser durch feinste Poren gedrückt und gereinigt. Wegen der hohen Kosten wird diese sehr wirksame Technik kaum eingesetzt. Die Gemeinde Berg hat die Investition in eine UF-Anlage trotzdem vorgenommen. Insgesamt – so Bürgermeister Helmut Himmler – seien Gesamtkosten in Höhe von rund 504.961,57 Euro angefallen. Das Bauwerk Hochbehälter wurde neben der Technik saniert. Die Karstbrunnen III und IV wurden in den Jahren 1981 und 1983 erstellt und weisen eine Ausbautiefe von 50 und 60 Meter auf. Bei einer für die Wasserversorgung der Gemeinde Berg genehmigten Gesamtjahresentnahmemenge von 560.000 Kubikmeter dürfen aus den zwei Brunnen bei Häuselstein im Norden der Gemeinde Berg pro Jahr bis zu 150.000 Kubikmeter Trinkwasser gefördert werden. Mit der anstehenden Maßnahme investiere man – so Bürgermeister Himmler – in die Qualität und Sicherheit der Versorgung mit dem Lebensmittel Trinkwasser. Im Aufbereitungsverfahren werden die Trübungen des Trinkwassers entfernt und mikrobiologische Risiken dürften dadurch beseitigt sein. Die Filtrationsanlage beinhaltet folgende Verfahrensschritte: Vorfiltration über einen automatisch rückspülbaren Vorfilter zum Schutz der nachgeschalteten Membranstufe vor größeren Partikeln, die zu einer Beschädigung der Membranfasern führen könnten Ultrafiltration mittels vertikalen Druckrohrmodulen zur Entfernung partikulärer Wasserinhaltsstoffe einschließlich Bakterien und Viren UV-Bestrahlung des Wassers vor dem Einlauf in die Wasserkammern des Hochbehälters Bürgermeister Helmut Himmler betonte die Wichtigkeit der Wasserversorgung in kommunaler Hand. Da werde die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit dem Lebensmittel Wasser nicht nach Renditeerwägungen organisiert, sondern auf der Basis von Qualität, Sicherheit und nachhaltiger Wasserwirtschaft. Daher werde man sich in Bayern strikt gegen anhaltende Bestrebungen der Europäischen Union wenden, die Wasserversorgung in private Hände zu geben. Ingenieur Ralph Dotzer und Wassermeister Michael Federer erläuterten die Funktionsweise der Filtration und dass diese in den bisherigen Monaten des Betriebes einwandfrei funktioniere.

Simon Hofmeister vom Wasserwirtschaftsamt Regensburg und Karl-Heinz Oppolzer als Vertreter des Gesundheitsamtes lobten die stetig hohen Investitionen der Gemeinde Berg in den Aufgabenbereich Wasserversorgung und damit die Qualität des Lebensmittels Trinkwasser für die Menschen. Die Wasserversorgung der Gemeinde Berg hat einen Wert von 18,2 Millionen Euro. Die Kosten der Filtrationsanlage in Höhe von 504.000,- Euro sind in den aktuellen Gebührenkalkulationen bereits berücksichtigt. Trotz der hohen Kosten kann die Gemeinde Berg als Wasserversorger im Kalkulationszeitraum 2017-2020 die Gebühren von 1,26 €/m3 auf 1,22 €/m3 senken.Die Gemeinde liefert durchschnittlich pro Jahr ca. 375.000 Kubikmeter Trinkwasser in die Haushalte

Quelle: Helmut J. Himmler / Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz

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