Energiewechsel

Berg: Optimismus bei den Berger Bürgerinitiativen gegen die Monstertrasse

Pressemeldung vom 24. Juni 2015, 09:03 Uhr

Gute Stimmung und Optimismus herrschte am Donnerstagabend beim Vorbereitungstreffen der Berger BI’s „Schwarzachtal“ und „Trassenwahn 17.01“ gegen die Gleichstrompassage Süd-Ost, die quer durch den Norden des Landkreises und somit auch durch das Gebiet der Gemeinde Berg führen könnte. Unter Leitung von Andreas Prem wurde im Feuerwehrhaus Unterölsbach die Veranstaltung mit Prof. Christian von Hirschhausen vorbereitet.
Der Infrastukturwissenschaftler von der Technichen Universität Berlin spricht am Freitag, den 3. Juli 2015 um 19:00 Uhr in der SCO-Sporthalle am Barstenweg 3 in Berg-Unterölsbach über die Energiewende im Allgemeinen und im Detail über die behauptete Bedarfsnotwendigkeit des sog. Korridors D.
Die Bürgerinitiativen und die Gemeinde Berg laden die Bevölkerung zu dieser öffentlichen Veranstaltung mit vielen Gästen aus Franken herzlich ein.
Daniela Wehner wird als Vertreterin der Bürgerinitiativen sprechen und Bürgermeister Helmut Himmler beleuchtet die gegenwärtige Konstellation aus der Sichtweise der Regionalpolitik. Gemeinderat Hannes Stepper moderiert den Informations- und Diskussionsabend.
Bürgermeister Helmut Himmler informierte die Arbeitsgruppe der Berger BI’s, dass dank der vehementen Proteste der Bürgerinitiativen in Franken, der Oberpfalz und in Schwaben zuletzt enorme Bewegung in die Stromtrassenfrage gekommen sei. In Berlin seien vor der Koalitionsrunde mit den Parteivorsitzenden von CDU, SPD und CSU unterschiedliche Trassenverläufe in die Diskussion gebracht worden und auch der für die Energiewende und damit die Stromtrassen zuständige Wirtschaftsminister Gabriel wolle Kompromißlinien ausloten. Der Koalitionsausschuss soll bereits im Juli die erforderlichen Entscheidungen treffen.
Die Bürgerinitiativen werden nach Aussagen Himmlers ohnehin erfolgreich sein, denn es werde bei neuen Leitungen zu niedrigeren Masten, Erdverkabelungen bei Wohnbebieten und Nutzung bereits vorhandener technischer Infrastruktur (Bahnleitungen, Autobahntrassen etc.) kommen – im Gegensatz zu den „rücksichtslosen und menschenverachtenden Planungen“ von Netzplaner Amprion im letzten Jahr. Die Bürgerinitiativen geben sich aber mit diesen Zugeständnissen nicht zufrieden, sondern wollen einen Nachweis über die Bedarfsnotwendigkeit der Süd-Ost-Passage – dem sog. Korridor D also.
Der Verein „Kommunen gegen die Gleichstrompassage Süd-Ost“ hat ein Gutachten zu dieser Fragestellung in Auftrag gegeben, das am 9. Juli in Pegnitz der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Quelle: Helmut J. Himmler / Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz

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