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Berg: Schwimmunterricht der Landkreisschulen in Neumarkt oder Berg?

Pressemeldung vom 14. Juli 2015, 08:16 Uhr

Zur Thematik „Hallenbad und Schwimmunterricht in Zuständigkeit des Landkreises“ “ informierte Bürgermeister Helmut Himmler den Berger Gemeinderat, dass der Kreistag bei seiner Entscheidung am 03.07.2015 dem Standort Neumarkt gegenüber der Nutzung des Hallenbades der Gemeinde Berg den Vorzug gegeben habe. Sofern der Stadtrat der Stadt Neumarkt aber bis zum 01.09.2015 das Angebot des Landkreises nicht fristgerecht akzeptiert, werde die Kooperation mit der Gemeinde Berg – welcher der Gemeinderat Berg bereits in seiner Sitzung am 17.06.2015 zugestimmt hat – erfolgen.

Der Bürgermeister meinte, dass das Angebot des Landkreises weder im Berger noch im Neumarkter Rathaus uneingeschränkte Begeisterung hervorgerufen hat und begründete seine Bewertung durch nachvollziehbare Fakten.

Bei diesem Vorhaben und dem Angebot des Landkreises an beide Kommunen dürfe man nicht nur die Baukosten betrachten. Der Baukostenzuschuss des Landkreises Neumarkt an die Stadt Neumarkt bzw. Gemeinde Berg würde gerundet 4,0 Mio. Euro betragen. Die Betriebskosten – gerechnet auf 40 Jahre – dürften nicht außer Acht gelassen werden und „reduzieren die vordergründig positive Betrachtung erheblich.“ Die Stadt Neumarkt würde über die Baukostenbeteiligung hinaus – betrachtet auf diese 40 Jahre – einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von weiteren 4,0 Mio. Euro vom Landkreis erhalten (Betriebskosten: 60 Euro je Stunde und Schwimmklasse; 100.000 Euro/Jahr).

Die Gemeinde Berg hingegen bekäme im Zeitraum von 40 Jahren neben 4 Millionen Baukostenbeteiligung nur weitere 1,0 Mio. Euro Nutzungsgebühren (15 Euro je Stunde und Schwimmklasse; 25.000 Euro/Jahr). Bei den Nutzungsgebühren für das Hallenbad in Berg würde der Landkreis nämlich die anfallenden Transportkosten nach Berg gegenrechnen. Auch zum Hallenbad in Neumarkt werden derzeit bereits 80 Prozent der Schulklassen gefahren.

Insgesamt gesehen würde die Stadt Neumarkt somit vom Landkreis Neumarkt in vier Jahrzehnten einen Zuschuss in Höhe von 8,0 Mio. Euro bekommen, die Gemeinde Berg hingegen nur 5,0 Mio. Euro. Auf 40 Jahre gesehen, wäre daher nach Aussage von Bürgermeister Himmler die Kooperation mit dem Landkreis in der Bauphase sehr hilfreich für die Finanzierung der Hallenbadsanierung bzw. eines Neubaus. Langfristig und unter Berücksichtigung der Defizite bei den Gebühren wäre die Zusammenarbeit für den Berger Gemeindehaushalt nicht von Vorteil.

Für den Landkreis Neumarkt – welcher für die Sicherstellung des Schwimmunterrichts der Landkreisschulen zuständig ist – ergebe sich sowohl bei der Variante Neumarkt als auch Berg im Hinblick auf die finanzielle Kostenbeteiligung eine „formidable Regelung“ mit tatsächlichen Kosten in Höhe von rund 2,4 Mio. Euro (unter Berücksichtigung der staatlichen Förderung). Hinsichtlich der soliden Finanzierung des Projektes „Sportzentrum Berg“ müsse sich aber niemand um die Gemeindefinanzen sorgen, denn man werde das 10-Millionen-Projekt verantwortungsbewußt finanzieren.

Nun gelte es die Entscheidung des Stadtrates Neumarkt zum Angebot des Landkreises Neumarkt abzuwarten. Danach könne die Gemeinde Berg ihre derzeit unterbrochenen Planungen zum „Sportzentrum/Hallenbad“ je nach Entscheidung weiterführen.

Quelle: Helmut J. Himmler / Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz

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