Energiewechsel

Buttenwiesen: Prämien für umweltbewusste Landwirte

Pressemeldung vom 21. Februar 2012, 11:50 Uhr

Trinkwasserschutz: Kooperation von Landwirten und Gemeinde Buttenwiesen

Seit über 20 Jahren arbeiten Landwirte und Gemeinde Buttenwiesen zusammen, um eine möglichst gute Qualität des Trinkwassers zu gewährleisten. Bei einem Informationsgespräch im Buttenwiesener Rathaus konnten alle Beteiligten eine erfolgreiche Bilanz ziehen: Die Belastung des Trinkwassers mit Reststickstoff und Nitrat aus den beiden Wasserschutzgebieten Pfaffenhofen und Lauterbach liegt unterhalb der zulässigen Grenzwerte.

Bürgermeister Norbert Beutmüller betonte, dass die Bedeutung von sauberem und gesundem Trinkwasser nicht hoch genug eingeschätzt werden kann: „In vielen Teilen der Welt wird Trinkwasser in der Zukunft wertvoller als Erdöl sein.“

Im Donautal sind wir von Trinkwasserknappheit nicht betroffen. Es gilt nach wie vor, durch umweltbewusstes Handeln die Trinkwasserqualität zu gewährleisten und zu verbessern. Die Landwirte im Gemeindegebiet Buttenwiesen können sich im Rahmen eines Bonus-Malus-Systems über Ausgleichszahlungen freuen: Je deutlicher der Mittelwert der Reststickstoff- und Nitratbelastung unterschritten wird, desto höher fallen die Beträge aus. Landwirte, die den Mittelwert überschreiten, erhalten weniger oder gar nichts. Wie bereits vor einem Jahr angekündigt, wurde der Regelvergütungssatz von 150 € pro Hektar auf 200 € pro Hektar bei gleichzeitiger Anpassung der Bonus-/ Malusbeträge angehoben.

Die zu diesem Zweck von Kämmerer Josef Grob (in der Gemeindeverwaltung Buttenwiesen auch zuständig für die Grundsatzfragen der Trinkwasserversorgung) vorbereitete Rahmenvereinbarung haben Bürgermeister Beutmüller und Vertreter des Bayerischen Bayernverbands (BBV) unterzeichnet. Mit der Erhöhung der Ausgleichsleistung verbindet die Gemeinde die Bitte und Erwartung von weiteren Verbesserungen bei den Stickstoffwerten nach Aberntung der Felder. Jeglicher Stickstoff, der in das Grundwasser geht, steht den Pflanzen nicht zur Verfügung.

Zusätzlich zur Ausgleichsleistung zeichnete die Gemeinde für „best practice“ Georg Link (Unterthürheim) und Wolfgang Schäble (Greggenhof) mit einer Geldprämie aus. Sie erzielten in den Wasserschutzgebieten Pfaffenhofen und Lauterbach die besten Werte.

Im Anschluss daran referierte Pflanzenbauexperte Kurt Eger-Benninger vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen über grundwasserschonende Landbewirtschaftung. Durch ein Bündel von leicht zu realisierenden Maßnahmen können die Landwirte positive Ergebnisse erzielen. Ideal ist es, wenn die über Düngung zugeführte Stickstoffmenge an den Nährstoffbedarf der Pflanzen angepasst wird. Durch diese Maßnahmen entsteht eine Win-Win-Situation: Das Grundwasser wird geschont, die Landwirte sparen durch bedarfsgerechte Düngung.

Für die schonende Bewirtschaftung – auch in Wasserschutzgebieten – existieren mehrere staatliche Förderprogramme, die der Referent detailliert erläuterte. An die Grundstücksbewirtschafter erging die eindringliche Bitte, das kostenlose Beratungsangebot des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu nutzen (Tel. 09081/2106-21).

Angesichts der positiven Resonanz des Infogesprächs vereinbarten die Teilnehmer, neben Eger-Benninger auch BBV-Kreisobmann Albert Sporer, sein Stellvertreter Klaus Beyrer, BBV-Kreisgeschäftsführer Eugen Bayer, Markus Pfeifer und Dr. Rüdiger Zischak vom Wasserwirtschaftsamt, Siegbert Spring und Günther Albrecht vom Landratsamt Dillingen (Fachbereiche Wasserrecht und Gesundheit) sowie Robert Knittel vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Wertingen, sich in einem Jahr zu einem erneuten Erfahrungsaustausch zu treffen.

Quelle: Gemeinde Buttenwiesen

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