Energiewechsel

Cham: Multimedialer „Heimatabend“ in der Chamer Rathauskonzertreihe

Pressemeldung vom 13. Februar 2012, 12:10 Uhr

Cham. Was ist passiert, wenn drei qualifizierte und jede für sich bewährte Komponenten – Texte, Volksmusik und Fotografien – zusammentreffen? Es entsteht eine vierte, ein multimedialer, ein einmaliger, ein mitreißender Heimatabend, eine Qualitätsoffensive der Zukunftsgestaltung, das längst überfällige tradition-up-date. Das vermitteln die fünf Hinterbayerischen in ihrem Workshop zur Modernisierung der regionalen Identität. Besuchen können Sie diesen „Workshop“ am Sonntag, 11. März, um 19.00 Uhr im Langhaussaal des Chamer Rathauses (Einlass ab 18.00 Uhr).
Dieser Abend ist Bestandteil der Chamer Rathauskonzertreihe und wird vom Kulturverein Bayerischer Wald e.v. im Schulterschluss mit der Stadt Cham veranstaltet.

Tickets zum Preis von 14.- € / ermäß. 12.- € (auch für Mitglieder des Kulturvereins) gibt es bei Tourist-Info Cham (Tel. 09971 803493); Reisebüro Baumgartner (Tel. 09971 858080) und im Musikhaus Striever (Tel. 09971 1787).

Die Referenten:

Theo Hofmann (Rinchnach), Student an der Kunstakademie in München, Mitwirkender in vielen Theater- und Kunstprojekten, Universal-Schlagzeuger von Jazz über Rock- und Volk- bis zu experimenteller Musik.

Hartwig Löfflmann (Frauenau), Geschäftsführer und Bildungsreferent des Naturparks Bayerischer Wald, Leiter der Blaskapelle Frauenau und Musiker in weiteren Gruppen (Tuba, Posaune, Harmonika).

Christoph Pfeffer (Großloitzenried), Umwelttechniker, Jugendkulturpreisträger, Organisator des „Woid-Rock“-Festivals, Vorsitzender von „Kulturfabrik e.V.“, Musiker (Gitarre, Kontrabass) in Jazz- über Rockbands.

Herbert Pöhnl (Viechtach), journalistische und fotografische Arbeiten zur Region, Veröffentlichungen, Aktionen, meist zu Heimat, Alltag und Naturschutz.

Roland Pongratz (Patersdorf), Volkskundler, Musiklehrer, Radiomoderator, Musiker (Trompete, Harfe, Ziach u.a.) in vielen Formationen, Organisator von Ausstellungen und Festivals wie Drumherum, Flussbühne, Saitenblicke u.a..

Gemeinsam ist das Konzept erarbeitet und in vielen Sitzungen, bei Busfahrten und anderen stillen aber konstruktiven Momenten weiter verfeinert und geformt worden. Alle fünf lieben ihre Heimat, den Bayerischen Wald, und besonders Adalbert Stifter und seine Verschönerungs-Poesie. Dies ist auch Auftrag und der Kern des neuen, hinterbayerischen Werbe-Konzept. Der Workshop vermittelt und vertieft es.

Neben den Texten ist vor allem die Musik der OrginalWalderBuamShowBänd ein weiteres Beispiel dieser modernen Tradition. Der enorme Schwung, das Können und die Lockerheit der Musik lässt die Finger schnippen, die Knie wippen und die Lippen spitzen. Das Kommunikative der Volksmusik wird belebt, das Raue, das Spontane, das Innovative von Zwiefachen, Landlern und Polkas.

Die Fotografien illustrieren und vertiefen die Texte und die Musik. In Ausstellungen und Publikationen wurden sie präsentiert, hier bilden sie zusätzlich erzählendes, humorvolles, dokumentierendes Material bei diesem ganz anderen Heimatabend.

Der kommunikative, wilde, ungekünstelte, anspruchs- und liebevolle Exkurs durch Alt und Neu, Her- und Hingerichtetem, Tradiertem und Klischiertem kennzeichnet die mittlerweile zum Kult gewordenen Heimat-Workshops. Beteiligt sind Xav, ein 200jähriger Waldler, der vom harten aber glücklichen Waldler-Leben erzählt. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimat, Jens-Uwe, der jede Anti-Werbung vermeiden will, genau so wie Bürgermeister Hintermberger. Welche Identität ist also die richtige, welche soll vermarktet werden? Das wird problematisiert, aber auch beantwortet. Durch den Identitätsmanager Mister John. Er zeigt die dringend notwendige Orientierung auf, er stellt sie eindrucksvoll vor, er vermittelt die rentable Perspektive.

Die Fünf haben mit ihrem ersten Programm „Wo bitte liegt HinterBayern?“ in über zehn Jahren enorme Erfolge gefeiert, mit ihrem zweiten Programm wird die Kombination Text-Musik-Bild noch konsequenter umgesetzt und dabei ganz tief in die waldlerische Seele geschaut, natürlich mit Happyend. Es soll schließlich niemand Theo Hofmann, Hartwig Löfflmann, Christoph Pfeffer, Herbert Pöhnl und Roland Pongratz vorwerfen:

Des is ja koawerbungned.

Quelle: Stadt Cham

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis