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Cham: Theaterstück: „Der Schein trügt …“

Pressemeldung vom 25. Juli 2016, 13:38 Uhr

Unterhaltsame Komödie von Timo Bullemer und Hans Höcherl

Geschrieben haben den humorvollen Dreiakter Hans Höcherl und Timo Bullemer. Dass sich hier zwei Autoren aus dem Landkreis Cham zusammengetan haben, lässt schon aufhorchen. Dass aber die komplette Handlung in Cham spielt, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Der bewusst gewählte Ortsbezug für das brandneue Theaterstück ist etwas Besonderes in der ungemein lebendigen Theater- und Festspiellandschaft des Landkreises Cham. Das heißt, was die Zuschauer auf der Bühne sehen, hat sich so auch in Cham zugetragen. Nur hin und wieder haben sich die Autoren die ein oder andere künstlerische Freiheit genommen.

Die Handlung spielt im Jahr 1923. Um genau zu sein, sie spielt in den Monaten August bis September 1923. Damals begann sich die Geldentwertung immer mehr zu beschleunigen. Dies führte dazu, dass zum Beispiel der Preis für eine Maß Bier in kurzer Zeit von 30.000 auf 700.000 Mark anstieg. Was soll man da bloß machen? Na am besten … Geldscheine drucken.

Aber Obacht! Manchmal trügt der Schein.

Das Jahr 1923 steht aber nicht nur für wirtschaftliches Chaos, sondern auch für neue Ideen und Projekte, die damals in Cham auf den Weg gebracht wurden. Ganz klar, dass dabei auch die Akteure auf der Bühne mitmischen wollen. Dreh- und Angelpunkt des Stücks ist das Nebenzimmer eines Chamer Wirtshauses. Der passende Ort für nicht ganz legale Geschäfte, große Pläne und herbe Niederlagen. Ach ja, Bier kriegt man da natürlich auch, vorausgesetzt man kann es sich leisten. Und schließlich gibt es da noch den Kriminalkommissar, dem eine steile Karriere winkt, und zwei Männer, die dieselbe Frau heiraten möchten. Oder trügt da auch der Schein?

Schauspieler/Darsteller Im Theaterstück spielen 6 Personen mit: die Wirtstochter Elis Gierl, die einiges ändern möchte – Julia Erhard, ihr Vater, der geizige und geschäftstüchtige Gastwirt Xaver Gierl – Franz Bauer, der schlitzohrige Handlanger des Wirts, Georg Zacherl – Hans Höcherl, ein Metzger und langjähriger Freund von Elis, Hans Giglberger – Jürgen Piendl, der reiche und aalglatte Unternehmer Anton Schellinger – Stefan Eiselt und der karrierebewusste Kriminalkommissar Kurt Kröller – Timo Bullemer.

Julia Erhard Das jüngste Mitglied der Truppe, bekannt aus den Chamer-Erlebnisführungen, zu denen sie 2013 stieß; war u.a. auch bereits in Pemfling bei einem „Rauhnachtsspiel“ zu sehen

Franz Bauer Mime und Fotograf aus dem RAUM für Theater, Musik und Bewegung. Ihn kennt man auf der Bühne u. a. als Matthias-Xaver Huberbauer, Herr von Kleid oder als Mitglied der Gruppe „gwándt“.

Hans Höcherl und Jürgen Piendl sind schon seit Jahren tragende Säulen der Chamer Erlebnis-Stadtführungen und landkreisweit bekannt und beliebt als Schauspieler bei der Laienbühne Schorndorf e. V.

Stefan Eiselt Er spielte schon in Cham („Die Hochzeit“ im RAUM) und Roding Theater. Er ist Mitglied der Sketche-Gruppe sCATCHit.

Timo Bullemer Er betreut in Cham das Stadtarchiv. Außerdem liefert er für die Chamer Erlebnis-Stadtführungen nicht nur die historischen Fakten, sondern wirkt seit 2009 auch als Darsteller mit. Er ist ebenfalls Mitglied der Sketche-Gruppe sCATCHit.

Aufführungstermine, Ticketverkauf etc. Gespielt wird das Stück auf der Bühne des Hotels am Regenbogen (Kolpinghaus), Schützenstraße 14. Vier Termine sind angesetzt und zwar am

Samstag 22.10.2016,

Sonntag 23.10.2016,

Samstag 29.10.2016 und

Sonntag 30.10.2016. Die Aufführungen beginnen jeweils um 19.00 Uhr, der Einlass erfolgt um 18.00 Uhr. Die Zuschauer haben freie Platzwahl.

Veranstalter ist die Stadt Cham. Tickets gibt es online unter www.okticket.de oder (gegen eine Bearbeitungsgebühr) bei allen okticket-Vorverkaufsstellen. In Cham sind dies: Musikhaus Striever (Tel. 09971-1787), Arber Reisebüro (Tel. 09971-6031), Reisecenter Multerer (Tel. 09971-801030), Reisebüro Mein Urlaub (Tel. 09971-801014), Mittelbayerische Verlag KG/GS Cham (Tel. 09971-85220), Chamer Reisebüro (Tel. 09971-1527.

Vortrag des Stadtarchivs über Cham in den 1920er Jahren Das Theaterstück „Der Schein trügt“ spielt 1923. Diese ereignisreichen Monate, die geprägt waren von einer galoppierenden Geldentwertung, aber auch die 1920er Jahre im Allgemeinen hatten einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung der Stadt Cham. Um der Bevölkerung einen Einblick in dieses besondere Jahrzehnt zu geben, erarbeitet Stadtarchivar Timo Bullemer zusätzlich einen Lichtbildervortrag. Als Schmankerl können sich die Besucher auch auf zwei kurze Szenenausschnitte aus dem Theaterstück freuen. Am Donnerstag, den 6. Oktober um 19.30 Uhr, haben Interessierte erstmals die Möglichkeit, sich im Langhaussaal des Rathauses über Cham in den 1920er Jahren zu informieren. Nochmals wiederholt wird der Vortrag am Montag, den 10. Oktober, um die gleiche Uhrzeit. Der Eintritt ist frei, es besteht eine Spendenmöglichkeit.

Quelle: Stadt Cham

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