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Dachau: Bernhard Seidenath und Martin Güll arbeiten einen Vormittag bei der Dachauer Tafel

Pressemeldung vom 28. November 2016, 16:17 Uhr

Im Rahmen der „Aktion Rollentausch“ der Freien Wohlfahrtspflege besuchten die beiden Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath (CSU) und Martin Güll (SPD) die Dachauer Tafel, um einen ganzen Vormittag mitanzupacken. Die Einrichtungen der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege Bayern und auch private Träger öffneten eine Woche lang ihre Türen und luden Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens ein, einige Tage mitzuarbeiten, damit sie sich ein eigenes Bild der Herausforderungen im Arbeitsalltag schaffen können. Auch der BRK-Kreisverband Dachau beteiligte sich an der Aktion und bot eine Mitarbeit in seinen verschiedenen Bereichen – im Rettungsdienst, im Kleiderladen, im Fahrdienst oder eben in der Tafel – an. Mit sichtlicher Freude am Rollentausch schleppten Bernhard Seidenath und Martin Güll die Gemüse- und Obststeigen, sortierten die Lebensmittel und die Kühlware vor, um sie schließlich in die Regale einzuräumen. Beim Ausladen des Kühltransporters packten die beiden Politiker kräftig zu und trugen die Kisten mit Brot, Salat, Nudeln und Babynahrung in den Verkaufsraum, wo alles für die Kunden hergerichtet wird. Mehrere Stunden lang unterstützten sie in den auffallend geblümten Schürzen das ehrenamtliche Team. „Sie stellen sich geschickt an und machen dieselbe Arbeit, die wir sonst auch machen“, bestätigte Tafel-Leiterin Edda Drittenpreis. Bernhard Seidenath schätzt die Arbeit der ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiter sehr. „Er besucht uns oft und unterstützt uns, wenn es notwendig ist“, so Edda Drittenpreis. Seit 2013 ist Seidenath BRK-Kreisvorsitzender und hat schon drei Mal in der Tafel ausgeholfen. „Es gibt drei Gründe, warum ich ein Fan der Dachauer Tafel bin. Hier wird geholfen, die Tafel ist ein Zeichen gegen unsere Wegwerfgesellschaft und die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Tafel sind wie eine große Familie“, bestätigt Bernhard Seidenath. Martin Güll findet an der „Aktion Rollentausch“ vor allem den Perspektivwechsel spannend. „Wir wollen nicht nur über das Ehrenamt reden, sondern mithelfen“, sagte er. Nur wenn Arbeit Sinn mache, sei sie auch befriedigend. Der Politiker, der an diesem Tag seinen 63. Geburtstag feierte, hat auch schon im BRK-Kleiderladen und im Sozialdienst bei der AWO in Altomünster mitgeholfen. Im Rahmen der „Aktion Rollentausch“ schnupperte zudem Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann in den BRK-Fahrdienst hinein. Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser fuhr eine Schicht im Rettungswagen mit und auch Hebertshausens Bürgermeister Richard Reisch hat beim BRK bereits hinter die Kulissen geblickt. Landrat Stefan Löwl hat dies für die nächsten Wochen noch geplant.

Quelle: Stadt Dachau

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