Energiewechsel

Dachau: BRK Dachau bittet um Spenden für seine Hilfstransporte

Pressemeldung vom 17. Juni 2015, 10:03 Uhr

Dachau – Nach der Eskalation in der Ostukraine hat sich die wirtschaftliche Situation der Menschen in der strukturschwachen Westukraine nochmals verschlechtert. Das BRK-Mitglied Johann Ramsteiner berichtet: „Der letzte Hilfstransport des Dachauer Roten Kreuzes bestätigte, was wir schon lange befürchtet haben: Die Situation der Menschen in der Westukraine ist mehr als dramatisch geworden.“ Seit 24 Jahren betreut das BRK Dachau den Bezirk Iwano Frankiwsk in der Westukraine und schickt mehrmals im Jahr Hilfsgütertransporte in die ärmliche Region, zuletzt im Mai. Die beiden ehrenamtlichen Rotkreuzmitglieder Otto Schultze und Daniel Döring fuhren mit einem 40-Tonnen-Sattelzug gebrauchte Kleidung, Pflegeartikel, medizinische Geräte und Kinderspielzeug nach Iwano Frankiwsk. Die Hilfsgüter wurden ihnen förmlich aus den Händen gerissen. Vor allem in Waisenhäusern, Alten- und Pflegeheimen herrscht große Not. Johann Ramsteiner bestätigt: „Die Einkommen haben sich durch die Entwertung der Landeswährung nahezu halbiert. Lag der Durchschnittslohn noch vor Monaten bei 200 Euro, verdienen die Menschen jetzt nur noch knapp 100 Euro. Dazu kommt, dass die Preise davon galoppieren.“ Die Flüchtlingsproblematik ist erdrückend. Hunderttausende Krimtartaren und Ostukrainer sind vor Krieg und Besatzung geflohen, allein im Gebiet Iwano Frankiwsk wurden 4000 Flüchtlinge untergebracht. „Das übersteigt die Leistungsfähigkeit der selbst ums wirtschaftliche Überleben kämpfenden Bevölkerung bei weitem. Die Regierung in Kiew ist auf die Neuankömmlinge schlecht vorbereitet, staatliche Mittel für das Sozial- und Gesundheitswesen stehen kaum zur Verfügung“, so Johann Ramsteiner. Die Auslandshilfe des BRK Dachau plant weitere Hilfsgütertransporte, aber die Kosten für LKW-Diesel und gestiegene Mautgebühren können kaum mehr aufgebracht werden. „Der Etat der Auslandsgruppe des BRK ist für dieses Jahr nahezu ausgereizt“, berichtet Johann Ramsteiner. Peter Sedlmair, Leiter der Auslandshilfe des Roten Kreuzes, sagt: „Wir können unsere ukrainischen Freunde gerade jetzt nicht im Stich lassen. Wie nie zuvor sind wir auf finanzielle Unterstützung aus der Dachauer Bevölkerung angewiesen. Jeder Euro hilft uns weiter.“ Aus diesem Grund bittet das BRK Dachau dringend um Geldspenden.

Wer helfen möchte, kann auf folgende Konten spenden: Volksbank Raiffeisenbank Dachau – Konto 25909 BLZ 700 915 00 IBAN: DE98 7009 1500 0000 0259 09 BIC: GENODEF1DCA oder Sparkasse Dachau – Konto 923 466 BLZ 700 515 40 IBAN: DE97 7005 1540 0000 9234 66 BIC: BYLADEM1DAH

Quelle: Stadt Dachau

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