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Dachau: JRK Bezirkswettbewerb 2015

Pressemeldung vom 6. Juli 2015, 09:01 Uhr

Markt Indersdorf – Christian biss ganz fest die Zähne zusammen. Das Wasserglas in seiner rechten Hand wurde von Sekunde zu Sekunde schwerer. Von seiner JRK-Gruppe aus Bad Endorf wurde der Siebenjährige laut angefeuert: „Gib Gas!“ und „Geht noch!“. Christian hielt tapfer durch und schaffte achteinhalb Minuten lang das volle Glas mit dem ausgestreckten Arm zu halten. Er strahlte, obwohl ihm seine Schulter ganz schön weh tat. Der 18-jährige Max aus Altötting schaffte fast vier Minuten, aber er hatte ja auch einen gläsernen Maßkrug zu halten randvoll mit Wasser. Beim Bezirkswettbewerb des Jugendrotkreuzes trafen sich rund 330 Kinder und Jugendliche sowie 200 Betreuer aus ganz Oberbayern drei Tage lang, um in verschiedenen Disziplinen und Wissenstests ihre Kräfte zu messen. Der Spaß stand an erster Stelle. Das JRK im Kreisverband Dachau war der Gastgeber des diesjährigen Bezirkswettbewerbs, der unter dem Motto „Bayern“ stand. Alle Helfer vollbrachten eine logistische und organisatorische Meisterleistung. Auf dem Gelände des Indersdorfer Schulzentrums wurden ein Zeltlager eingerichtet, eine Feldküche für die Versorgung der vielen Teilnehmer, ein Sanitätsdienst und eine Steuerungszentrale mit Computern und Druckern. Das Außengelände wurde vom Fachdienst „Technik und Sicherheit“ mit Starkstrom versorgt. „Wir haben einen Kilometer Kabel verlegt“, berichtete Wilhelm „Struppi“ Stolz, der Leiter T+S. Die Wettbewerbe fanden auf zwei Parallel-Parcours an verschiedenen Stationen im Freien statt. Wegen vorhergesagter Gewitter wurden umfangreiche Ausweichmöglichkeiten in Mittelschule und Turnhalle geschaffen. Jugendleiter Benjamin Sanchez sagte: „Das ist nur möglich, weil die Gemeinde uns das gesamte Schulgelände zur Verfügung stellte.“ Dass der JRK-Bezirkswettbewerb einer der größten Wettbewerbe in Europa ist, betonte auch BRK-Kreisgeschäftsführer Paul Polyfka. „Es gibt keine vergleichbare Veranstaltung. Das liegt an den 21 Kreisverbänden.“ Der stellvertretende Jugendleiter Simon Wetzstein ergänzte: „Es gibt nur noch wenige Kreisverbände, die in der Lage sind eine so große Veranstaltung zu schultern.“ Nach der Anreise der Kinder und Jugendlichen am Freitag eröffneten Bürgermeister Franz Obesser und der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath abends den Bezirkswettbewerb. „Quasi alle Bereitschaften waren beteiligt, mit einer Unzahl ehrenamtlicher Helfer. Damit haben wir unsere Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das BRK Dachau ist schon eine ganz starke Truppe!“, lobte Bernhard Seidenath. Am Samstag fanden die Wettkämpfe statt. In vier Altersgruppen traten die Jugendlichen aus allen Landkreisen Oberbayerns in den verschiedenen Themengebieten gegeneinander an: Erste Hilfe, Rotkreuzwissen, Allgemeinwissen sowie in den Fragen rund ums Jahresthema „Bayern“. Spielerisch wurde Wissen abgefragt, die Geschicklichkeit gefordert Kräfte gemessen. In einem Kreativteil wurde auch gebastelt. Die Wettbewerbe bezogen auch Indersdorfer Ortsteile mit ein. Ein Shuttlebus brachte die Kinder und Jugendlichen zur Station „Erste Hilfe“ in der Nähe des Marktplatzes. Möglichst realitätsnah wurde dort die Erstversorgung von Verletzten nach einem Motorradunfall dargestellt und selbstverständlich geprüft. Betreuer Uli Kreis sagte: „Alle Handgriffe müssen sitzen. Unverzüglich handeln ohne lang nachzudenken.“ Aufgeschminkte, tiefe Schnittwunden und weinende Unfallopfer machten die Unfalldarstellung realistisch. Jugendleiter Benjamin Sanchez war sehr zufrieden: „Das war das beste Wochenende meines Lebens. Mein Team, die vielen Helfer, auch von anderen Gemeinschaften sind auf vollen Touren gelaufen und wir wollen keine Sekunde davon missen. Alle haben sich so sehr rein gehängt, dass wir mehr als stolz darauf sind, Rotkreuzler zu sein. Und so stolz im JRK zu sein wie an diesem Wochenende war ich noch nie. Es hat alles genauso geklappt wie geplant – was will man mehr.“

Quelle: Stadt Dachau

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