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Dachau: Tag der offenen Tür in der BRK Rettungswache in Gröbenried

Pressemeldung vom 21. Oktober 2016, 14:49 Uhr

Im Biergarten bricht plötzlich jemand zusammen, es wird Hilfe gerufen und bereits wenige Minuten später ist das Rettungsteam des BRK Dachau beim Patienten eingetroffen. Rasch wird vom Notarzt eine diagnostische Abklärung vorgenommen und die Rettungssanitäter leiten die nötigen Maßnahmen ein. Das EKG wird noch am Einsatzort über ein Tablet-PC ins Krankenhaus geschickt. Dieser realistische Ablauf eines Notfalles wurde am Tag der offenen Tür in der Rettungswache in Gröbenried in mehreren Schauübungen eindrucksvoll demonstriert. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens seiner Rettungswache lud der BRK-Kreisverband Dachau die Bürgerinnen und Bürger zu einer gemeinsamen Feier mit Weißwurstfrühstück und Mittagessen ein. Seit sieben Uhr morgens hatten der stellvertretende Bereitschaftsleiter Andi Plennert und sein Team alles aufgebaut, um den ganzen Tag lang das Leistungsspektrum der Rettungswache aufzuzeigen. Alle Fachgruppen waren anwesend. 9.000 Einsätze bewältigt allein die Rettungswache Gröbenried pro Jahr. In der großen Halle, in der sonst die Rettungswagen auf ihren Einsatz warten, fanden den ganzen Tag über auf Patientenablagen und Behandlungsplätzen Demonstrationen von Nothilfe statt. Martin Noss führte mit einer informativen Moderation durch die Schauübungen. Die vielen Einsatzfahrzeuge aus dem eigenen Fuhrpark, vom RTW über den Einsatzleitwagen bis zum Motorrad, glänzten in der Sonne und luden zur Begutachtung ein. Die Kinder tobten sich in einer Hüpfburg aus oder ließen sich in einem kleinen Zelt schminken. Die Mitglieder des Jugendrotkreuzes hielten ihre Schminkstifte bereit, um gefährlich aussehende Wunden auf Unterarme zu modellieren oder glitzernde Verzierungen in die Kindergesichter zu malen. Reibungslos klappte es auch mit der Verpflegung. Angelika Gumowski hatte mit dem Team des Fachdienstes Betreuung die Feldküche der SEG Verpflegung Altomünster aufgebaut, aus der es dampfte, und das schier unüberschaubare Kuchenbüffet machte die Auswahl schwierig . In einem Zelt hatten Ernst Hübl und Gerhard Osterrieder aus dem BRK-Museum einen historischen Verbandsplatz nachgebaut. Alle Exponate, vom Verbandskasten mit Meldestelle bis zur Beleuchtungskiste mit Karbidlampe, stammen aus den 1950er Jahren. Die beiden BRK-Ehrenamtlichen trugen stolz die grauen Uniformen aus den Siebzigerjahren. Der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath begrüßte die Vertreter der befreundeten Blaulichtorganisationen, wie Freiwillige Feuerwehr, THW, Polizei und Malteser-Hilfsdienst, aber auch die Bundeswehr und die Vertreter der DLRG. „Ich möchte allen herzlich danken, die rund um die Uhr für die Mitbürger Dienst tun“, erklärte Seidenath und zollte den BRK-Helfern, die den Tag der Offenen Tür in mühevoller Kleinarbeit vorbereitet hatten, besondere Hochachtung. Begrüßungsworte sprachen auch als Vertreter der Kreisgeschäftsstelle und des Rettungsdienstes Dennis Behrends, der technische Leiter Wasserwacht Andi Fritsch, Dachaus Bereitschaftsleiter und stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Dieter Ebermann, Landrat Stefan Löwl sowie Bergkirchens Bürgermeister Simon Landmann. „Als vor 15 Jahren die Entscheidung für den Standort Gröbenried fiel, war das ein Glücksfall für die Gemeinde. Welche Gemeinde hat schon eine Rettungswache?“, so Landmann. Unter den vielen Besuchern befanden sich auch die Landtagsabgeordneten Martin Güll und Anton Kreitmair, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki, Oberbürgermeister Florian Hartmann sowie Sebastian Leiß von den Freien Wählern. Von dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr war Hauptfeldwebel Sebastian Rauh gekommen. „Das ist eine gute Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen“, sagte er. „Im Katastrophenfall oder bei einem Großschadensereignis ruft uns der Landkreis zu Hilfe. Die Sanitätskräfte der Bundeswehr unterstützen das BRK“, so Rauh. Landrat Stefan Löwl bezeichnete Gröbenried als optimalen Standort für eine Rettungswache. In Hinblick auf die Verkehrsanbindung sei er vor 15 Jahren weitsichtig ausgewählt worden. Hier würden viele Funktionen erfüllt, von der Rettungswache über das freiwillige Ehrenamt, die Aus- und Fortbildung bis hin zur Jugendarbeit, so Löwl. Der Leiter Rettungsdienst Dennis Behrendt ging vor allem auf die Vernetzung in Gröbenried ein, wo Haupt- und Ehrenamt, Wasserwacht, Bereitschaft und Rettungsdienst eng miteinander kooperieren.

Quelle: Stadt Dachau

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