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EDITION ALLGÄU: Hansjörg Straßer – Königlich Bayerisches „Blutgericht“

Pressemeldung vom 11. September 2013, 08:49 Uhr

Schwaben/Allgäu 1803 bis 1837 erschienen in der EDITION ALLGÄU 184 Seiten

Format 14,8 x 21 cm, Softcover ISBN 978-3-931951-79-5 Preis 12,80 Euro Erscheinungstermin: September 2013

Jörg Straßer beschreibt in seinem neuen Buch die bayerische Strafgerichtsbarkeit am Anfang des 19. Jahrhunderts, speziell in den neu erworbenen Allgäuer und Schwäbischen Landschaften. Auch mit Hilfe der damals von dem Rechtsgelehrten v. Feuerbach veröffentlichten Kriminalfällen, lässt er tatsächlich zur Verurteilung gekommene menschliche Dramen wieder aufleben und kommentiert sie analytisch mit juristischen Bewertungen damaligen Standards.

Schwaben, das Allgäu in den Jahren 1803 bis 1837. Sie waren erst bayerisch geworden. Der neue Staat, die bayerische Strafgerichtsbarkeit nahmen sich ihrer neuen Landschaften und ihrer neuen Bevölkerung eifrig an. Ausgewählte Urteile, überwiegend Todesurteile stehen hier im Fokus. Sie waren von bayerischen Richtern an den schwäbischen Appellations bzw. Hofgerichten in Memmingen und Neuburg gefällt worden, auch die Landgerichte Kempten und Weiler finden Beachtung. Haben sie Bestand, wird der Bayerische König die Verurteilten begnadigen, hätten sie es überhaupt verdient? Hat sich Barbara im Weitnauer Tal wirklich der „Unzucht“ schuldig gemacht?

Straßer beschreibt teilweise blutrünstige Geschehensabläufe, zeigt die Dramatik und Verzweiflung menschlichen Wirkens auf und versucht die Gerichtsentscheide mit den Mitteln der damaligen Rechtswissenschaft zu überprüfen bzw. in ein verständliches Licht zu rücken; soziologische und psychologische Probleme werden angedeutet.

Das Buch ist eine packende Mischung aus spannenden Kriminalstories und rechtsgeschichtlichen, teilweise fast wissenschaftlichen Gedankengebäuden. Von den zwölf Fällen haben fünf einen Bezug zum Allgäu.

Dr. jur. Hansjörg Straßer, wurde am 3.8.1946 in Immenstadt (Allgäu) geboren und lebt seit seinem 10. Lebensjahr in Kempten, wo er Vorsitzender Richter am Landgericht war. Im Jahr 1985 erschien sein erstes Werk mit dem Titel „Anna Schwegelin – Der letzte Hexenprozess“. Danach folgten zahlreiche weitere Veröffentlichungen, darunter auch das 2012 in der EDITION ALLGÄU erschienene Buch „Staatsschutzsache: Verschwörung Alpenbund“, welches einen fiktiven Gerichtsprozess des Jahres 2040 zeigt und einen Zeitbogen zwischen Zukunft und Vergangenheit spannt.

Quelle: EDITION ALLGÄU

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