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Erlangen: Bauausschuss billigt Planungen für Frankenhof-Sanierung

Pressemeldung vom 14. Juli 2016, 13:05 Uhr

Der Bau- und Werkausschuss des Erlanger Stadtrats hat in seiner Sitzung am Dienstag die Ent-wurfsplanung für den Kultur- und Bildungscampus Frankenhof (KuBiC) gebilligt. Generalsanierung, Aufstockung und Neubau, die Ende 2017 beginnen sollen, schaffen Raum für ein neues kulturelles Zentrum im Herzen der Innenstadt. Über die Entwurfsplanung werden im Juli noch weitere Fachausschüsse und der Stadtrat abstimmen. Die Planung konkretisiert den Entwurf des Architekturbüros Bernhard Heid aus Fürth, der sich 2015 bei einem Architekturwettbewerb durchgesetzt hat. Im KuBiC sind künftig die Einrichtungen der Jugendkunstschule (JuKs), städtischen Sing- und Musikschule, des Deutsch-Französischen Instituts (dFi), der Volkshochschule (vhs) und eine Kindertagesstätte untergebracht. Zudem werden Räume für Gruppen und Vereine zur Verfügung gestellt. „Wir wollen eine einladende, inspirierende und offene Atmosphäre schaffen, die zur Begegnung, zu eigenen Aktivitäten und zum Experimentieren einlädt“, erläutert Kultur- und Bildungsreferent Dieter Rossmeissl. Durch einen integrierten Gästehausbetrieb und Gastronomiebereich soll das Gebäude zudem die Funktion eines attraktiven Tagungs- und Seminarhauses erfüllen. „Um diese Ziele zu erreichen, wird der unter Denkmalschutz stehende Gebäudebestand generalsaniert und entlang der südlichen Stadtmauerstraße aufgestockt“, erklärt Planungs- und Baureferent Josef Weber das Vorhaben. Der neue Haupteingang mit barrierefreier Rampenanlage führt künftig im Osten von der Raumerstraße über ein offenes Foyer mit gastronomischem Angebot in den KuBiC. Von hier aus werden das Bürgerbüro, die Räumlichkeiten für Gruppen und Vereine, die JuKs und die großen Veranstaltungsflächen im Erdgeschoss direkt erschlossen. Über Treppen und neue, barrierefreie Aufzugsanlagen sind die Verwaltungs- bzw. Gästezimmer im Turm, die Räume der Musikschule, des dFi und der vhs in den Obergeschossen angebunden. Im Souterrain befinden sich die schallintensiven Proberäume der Musikschule, die Küche, sowie Lager- und Nebenräume. Außerdem sind hier im Bereich der natürlich belichteten Außenfassaden Werkräume der JuKs und Arbeitsräume der vhs untergebracht. Im westlichen Bereich des Innenhofs wird ein weiterer großer Veranstaltungsaal für ca. 250 Besucher geschaffen. Auf dem östlichen Teil des Grundstücks entsteht ein unterkellerter dreigeschossiger Neubautrakt für eine Kindertageseinrichtung. Die dort noch befindlichen Brunnen und Objekt-Denkmäler werden abgebaut, die Kunstkommission soll in Abstimmung mit der Denkmalpflege eine Empfehlung für einen neuen Standort erarbeiten. Für Generalsanierung, Neubau und Aufstockung werden Kosten von 28 Millionen Euro veranschlagt. Die Summe bewegt sich im groben Kostenrahmen, den die Stadtverwaltung auf Grundlage des Architekturwettbewerbs aufgenommen hatte. Ziel ist es, für etwa die Hälfte der veranschlagten Kosten Mittel aus dem Bundesförderprogramm „Aktive Zentren“ zu akquirieren. Weitere Kosten in Höhe von 1,75 Millionen Euro entstehen durch die Anmietung von Ausweichquartieren für Vereine, Einrichtungen und Verwaltung während der Bauzeit. Zum 1. April 2017 soll der Betrieb im Frankenhof eingestellt werden, um die geordnete Räumung des Gebäudes zu ermöglichen. Mit den Bauarbeiten soll im dritten Quartal 2017 begonnen werden; sie dauern voraussichtlich bis Ende 2019 an. Sobald die Bauabläufe feststehen, sollen die Anlieger des Geländes informiert werden.

Quelle: Stadt Erlangen

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