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Erlangen: Ehrenbürgerwürde für Dinah Radtke bei Stadtrats-Festsitzung

Pressemeldung vom 5. Juli 2016, 13:12 Uhr

Dinah Radtke, Mitbegründerin des Zentrums für Selbstbestimmtes Leben (ZSL), erhält am Donnerstag, 7. Juli, während einer Festsitzung des Stadtrats im Rathaus die Ehrenbürgerwürde der Stadt Erlangen verliehen. Sie ist die erste Frau, die diese Auszeichnung erhält. Oberbürgermeister Florian Janik spricht die Festrede, bevor der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt folgt. Die in Bamberg geborene und in Bayreuth aufgewachsene Radtke ist staatlich anerkannte Übersetzerin für Englisch und Französisch und lebt seit 1971 in Erlangen. Aufgrund einer Erkrankung auf den Rollstuhl angewiesen, begann sich die heute 68-Jährige Ende der 1970er Jahre für die Rechte und Bedürfnisse behinderter Menschen einzusetzen. Einige Schlaglichter aus Radtkes Vita: 1988 war sie Mitbegründerin des ZSL, zwei Jahre später Mitbegründerin der Dachorganisation „Interessenvertretung Selbstbestimmtes Leben in Deutschland“ e. V. und von 1990 bis 1995 Vorstandsmitglied. Als Bereichsleiterin der Beratungsstelle im ZSL engagierte sie sich von 1997 bis 2013. Zum Mitglied des Weltrates von Disabled Peoples International (DPI) für die Region Europa wurde sie 1993 gewählt, es folgte dabei u.a. der Vorsitz des Frauenkomitees. Im Jahr 2000 nahm sie an den Verhandlungen über die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen teil. Im Jahr 2000 erhielt sie das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik, neun Jahre später folgte das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Die höchste kommunale Auszeichnung, die Ehrenbürgerwürde, haben in Erlangen seit 1822 insgesamt 53 Männer erhalten. Laut der Satzung der Stadt darf es maximal fünf lebende Ehrenbürger geben. Zuletzt ist Alt-OB Siegfried Balleis im Sommer 2014 damit ausgezeichnet worden.

Quelle: Stadt Erlangen

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