Energiewechsel

Erlangen-Höchstadt: Die Goldene Regel des neuen Landesbischofs Bedford-Strohm

Pressemeldung vom 10. November 2011, 10:22 Uhr

Herzogenaurach. „Was Du nicht willst, was man Dir tu‘, das füg‘ auch keinem anderen zu“ – für den gewählten Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm ist dieses Gebot mehr als ein bloßer Reim zur Kindererziehung.
Das entsprechende Gebot aus dem Matthäus-Evangelium – „Alles, was ihr wollt, was euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch“ – sei für ihn die goldene Regel, sagte Bedford-Strohm auf dem gestrigen Jahresempfang des Landkreises Erlangen-Höchstadt in der evangelisch-lutherischen Kirche in Herzogenaurach.

Beispiele aus dem Landkreis

Auch Landrat Eberhard Irlinger hob in seinem Jahresrückblick das soziale Engagement neben den Erfolgen dieses Jahres wie Klimaschutzkonzept, energetische Sanierung vieler landkreiseigener Gebäude, andauernde Vollbeschäftigung und Familienfreundlichkeit hervor. „Die Menschen in unserem Landkreis werden immer älter. Unsere ehrenamtlichen Wohnberater beraten die Bürger und finden für sie maßgeschneiderte Lösungen, wie sie so lange wie möglich noch zu Hause wohnen bleiben können“, betonte Irlinger bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach seinem Autounfall.
Auch die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis führte Irlinger als lobendes Beispiel vor Ort an: „Das ist die feinste Art der Nächstenliebe“, sagte er.
„Um das Ehrenamt und das soziale Engagement weiter zu stärken und auszubauen, ist die Einrichtung einer Freiwilligenagentur für den Landkreis mein Ziel“, kündigte Irlinger weiter an.
Eine solche Agentur würde verschiedene Formen sozialen Engagements bündeln.

Soziales Engagement als wahre Lebenskunst

Auch für den gewählten Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat soziales Engagement viele Formen. Zeit und persönlicher Einsatz für den nächsten, aber auch finanzielle Unterstützung für „Menschen in anderen Teilen der Erde, die nur deswegen vom Hungertod oder von medizinischer Unterversorgung bedroht sind, weil sie das Pech hatten, in einem Land geboren worden zu sein, in dem die entsprechende Infrastruktur nicht vorhanden ist“ seien zwei gleichwertige Formen, betonte Bedford-Strohm.

In seiner Rede kritisiert er vor allem die vorherrschende Kultur des Egoismus und der Habgier. „Für die Zukunft müssen wir uns etwas Intelligenteres einfallen lassen, wenn wir eine Wirtschaft entwickeln wollen, die dem Menschen dient, anstatt den Menschen zum Sklaven der Wirtschaft zu machen“, sagte er.

Lebensmodell Gegenseitigkeit

Das passende Gegenmodell dazu liefert der gewählte Landesbischof gleich mit: Gegenseitigkeit. Geben und Nehmen. Soziales Engagement bedeute, die Menschen, denen geholfen wird, mit Respekt zu behandeln und zu erkennen, dass die Menschen durch soziales Engagement reicher werden, indem sie etwas zurückbekommen. „Wenn es gelingt, diesen Gegenseitigkeitsgedanken in den Köpfen und Herzen der Menschen zu verwurzeln, dann ist mir nicht bange um die Zukunft“, betonte der künftige Landesbischof, der kommenden Sonntag in der Nürnberger Lorenzkirche in sein Amt eingeführt wird.
Bei Landrat Eberhard Irlinger und seinen Gästen ist dieser Gedanke durch das Engagement und den Elan Bedford-Strohms jedenfalls angekommen.

Quelle: Landratsamt Erlangen-Höchstadt

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