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Erlangen-Höchstadt: Kosten für Schulweg zu weiterführenden Schulen werden übernommen

Pressemeldung vom 7. Oktober 2011, 10:23 Uhr

Erlangen. Schülerinnen und Schüler ab der elften Klasse können einen Antrag auf Erstattung der Beförderungskosten für weiterführende Schulen stellen. Der Anspruch auf Kostenerstattung gilt für Schülerinnen und Schüler ab der elften Klasse, die eine Wirtschaftsschule, ein Gymnasium, eine Berufsfachschule oder eine Fach- oder Berufsoberschule besuchen. Schülerinnen und Schüler, die eine berufliche Schule in Teilzeit- oder Blockunterricht besuchen, haben bereits ab der zehnten Klasse ebenso einen Anspruch auf Kostenerstattung.

Der Anspruch gilt nur, soweit die notwendigen Beförderungskosten die Familienbelastungsgrenze von 395,00 Euro (vorbehaltlich gesetzlicher Änderungen) pro Schuljahr übersteigen.

Weiterhin müssen folgende grundlegenden Voraussetzungen vorliegen: Es muss sich um eine öffentliche oder staatlich anerkannte Schule handeln. Der Schulweg muss länger als drei Kilometer sein. Maßgeblich für die örtliche Zuständigkeit des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt ist in der Regel der Wohnort des Schülers.

Es muss die nächstgelegenen Schule der gewählten Schulart, Ausbildungs- und Fachrichtung, die mit dem geringsten Beförderungsaufwand erreichbar ist, besucht werden. Bei den Gymnasien wird nach den Ausbildungsrichtungen beziehungsweise der ersten Fremdsprache unterschieden. Die Schülerbeförderung erfolgt vorrangig durch den öffentlichen Personennahverkehr. Hierbei werden nur die günstigsten nachgewiesenen Fahrtkosten berücksichtigt.

Die Kostenerstattungsanträge müssen spätestens am 31. Oktober nach Ende des Schuljahres gestellt werden. Anträge sind im Landratsamt in Erlangen und Höchstadt sowie bei allen Landkreisgemeinden und -schulen erhältlich.

Weitere Informationen

Die benutzten Fahrkarten müssen in den Erstattungsbogen eingeklebt werden. Der Antrag muss von der Schule bestätigt werden. Mehrere Anträge einer Familie sollten unbedingt zusammen eingereicht werden, damit die Familienbelastung nur einmal verrechnet wird.

Bezieht ein Unterhaltsleistender für drei oder mehr Kinder Kindergeld oder hat der Unterhaltsleistende bzw. der Schüler selbst Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB XII oder Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach SGB II werden die nachgewiesenen Kosten voll erstattet bzw. die Fahrkarten ausgegeben. Dazu muss die Schule den so genannten „blauen Antrag“ (ab der elften Klasse) bestätigen und der Schüler oder die Schülerin einen Nachweis vom August (vor Beginn des Schuljahres), oder wenn der Antrag während eines laufenden Schuljahres (ab Oktober) gestellt wird, einen Nachweis vom Monat vor Antragstellung beilegen. Nachdem alle Formulare vorliegen, werden die Fahrkarten ausgegeben. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, kann der Antrag im Regelfall bei einer persönlichen Vorsprache im Landratsamt in Erlangen sofort bearbeitet werden. Im Voraus werden nur Monatskarten, keine Einzelfahrscheine (z.B. bei Teilzeit- oder Blockunterricht in der Berufsschule) ausgegeben. Fahrten zur Arbeit/Ausbildungsstelle zählen nicht zu den Schülerbeförderungskosten.

Alle Anträge liegen bei den Gemeinden sowie bei den meisten Schulen aus.
Weitere Informationen im Internet unter www.erlangen-hoechstadt.de <http://www.erlangen-hoechstadt.de/>.

Quelle: Landratsamt Erlangen-Höchstadt

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