Energiewechsel

Erlangen-Höchstadt: Lesung – „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ – Antje und Martin Schneider lesen Erich Kästner

Pressemeldung vom 27. September 2011, 16:14 Uhr

Weisendorf. Humor ist, wenn man trotzdem lacht – unter diesem Motto las das Autorenehepaar Antje und Martin Schneider am Sonntag auf Einladung des Vereins Kultur Erlangen-Höchstadt im Oberlindacher Acantus Hotel Geschichten und Gedichte über Berlin von Erich Kästner. „Wir haben bewusst nicht den Schwerpunkt auf Erich Kästners Kinderbücher gelegt, sondern relativ ernste Texte ausgewählt, in denen die Ironie und der spezielle Humor Kästners zum Tragen kommt“, begründet Martin Schneider, selbst wohnhaft in Berlin, die Auswahl der Texte.

Kontrastreiches Programm

Im Wechsel erzählten Antje und Martin Schneider Geschichten über die Berliner Gesellschaft vor und während des Zweiten Weltkrieges. Mal bedrohlich, dann plötzlich wieder heiter, erzählten beide von Krieg und Selbstmord, aber auch von Bettwäsche und Ballkleidern und der Definition von Glück bei einem Glücksradspiel. Mit unterschiedlichsten Stimmlagen und entsprechendem Mienenspiel erweckte Antje Schneider Berlin, wie Kästner es sah, zum Leben.

Gabriele Müller, Korrepetitorin an der Berliner Hanns-Eisler-Musikhochschule und Carl Maria von Weber Hochschule in Dresden begleitete die Lesung musikalisch: Mal düster, mal beschwingt spielte sie zwischen den Geschichten oder fiel beispielsweise mit Paul Abrahams „Ball im Savoy“ den Lesenden ins Wort und unterstrich so die Stimmung der Geschichte.

„Wat haste jewonnen?“

Mit Berliner Dialekt brachte Autor Martin Schneider das Publikum zum Lachen und begeisterte es mit seiner inbrünstigen Darbietung von Friedrich Hollaenders „Zille sein Milljöh“.
„Das hat richtig Appetit auf Kästners Buch gemacht“ war nicht nur das Fazit von Landrätin Karin Knorr, sondern die einhellige Meinung der 38 Gäste an diesem Abend in Oberlindach.

Quelle: Landratsamt Erlangen-Höchstadt

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