Energiewechsel

Erlangen-Höchstadt: Ölsperre verhinderte noch Schlimmeres

Pressemeldung vom 28. März 2017, 16:13 Uhr

Bei dem LKW-Unfall auf der B 505, bei dem am Freitag ein Mensch zu Tode kam, ist auch ein großer Ölschaden entstanden. Als „einer der größten Schadensfälle, die wir je hatten“, bezeichnet Hans Leuchs vom Umweltamt des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt das Ereignis. Die Ölsperre der Feuerwehr Zentbechhofen verhinderte, dass sich der Schaden in der Natur noch weiter ausbreiten konnte. Dafür hatte die Feuerwehr am Ablauf eine Art Damm errichtet, bei dem sich das Öl staut und das saubere Wasser durchlaufen kann.

Dank vom Landrat „Die Feuerwehr Zentbechhofen hat vorbildlich gehandelt und eine sehr wirkungsvolle Ölsperre errichtet. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagte Landrat Alexander Tritthart am Montag im Landratsamt. Von Samstag früh bis Nacht führte die Firma Kretzmann aus Dachsbach die Sanierungsarbeiten aus. Unter anderem trug sie von rund 500 m² Wiese den Oberboden ab. Der mineralölhaltige Boden ist in ein genehmigtes Zwischenlager der Firma in Dachsbach gebracht worden und wird dort analysiert. Später wird der Boden dann fachgemäß entsorgt. Zuvor hatten sie die Böschung ausgehoben, den Zulauf des Wassers mittels eines Dammes abgesperrt, das Öl-Wassergemisch gebunden und danach den Boden, insgesamt rund 230 Tonnen, abgetragen. „Es sieht danach aus, dass wir den ganzen Schaden erwischt haben“, kommentiert Hans Leuchs das weitere Vorgehen. Ein Sachverständiger werde noch Proben nehmen und der Auslauf vor Ort werde sicherheitshalber noch überwacht. Später soll noch Boden aufgefüllt und die Wiese wieder hergestellt werden. Neben Umweltamt hat auch das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg die Maßnahme mitbegleitet.

Quelle: Landratsamt Erlangen-Höchstadt

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