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Erlangen-Höchstadt: Zu Hause alt werden – Wohnberater geben Tipps für Pflege zu Hause

Pressemeldung vom 13. September 2013, 10:56 Uhr

Landrat Eberhard Irlinger lädt am 26. September 2013 zu kostenlosem Vortrag für Generation 50+ ein

Wer ein Familienmitglied zu Hause pflegen möchte, hat es oft nicht einfach: Ein Gefühl der Überlastung, mitverursacht durch ungeeignete Wohnbedingungen, erschwert häufig die häusliche Pflege. Ambulante soziale Dienste und teilstationäre Pflegeeinrichtungen können pflegende Angehörige zwar unterstützen, aber nichts an den eigenen vier Wänden ändern.

Wohnung sicherer, praktischer und bequemer machen
Die 19 ehrenamtlichen Wohnberater des Landkreises Erlangen-Höchstadt wissen Rat: Am Donnerstag, den 26. September 2013 verrät Referent und Wohnberater Georg Hammer um 15:30 Uhr in einem kostenlosen Vortrag im großen Sitzungssaal im Erlanger Landratsamt wie Angehörige die Wohnung sicherer, praktischer und bequemer gestalten können, um sich die Pflege eines Familienmitglieds zu erleichtern.

Umzug kommt oft für ältere Menschen nicht infrage
„Für die meisten älteren Menschen im Landkreis kommt ein Umzug in einen geeigneten neuen Alterswohnsitz nicht in Frage, selbst wenn sie es wollten“, sagt Landrat Eberhard Irlinger. So viele Wohnungen können in absehbarer Zeit nicht gebaut werden, zumindest nicht zu erschwinglichen Mieten und am geeigneten Standort. „Deshalb müssen die bestehenden Wohnungen an den Bedarf der älteren und behinderten Menschen angepasst werden“, fordert Landrat Eberhard Irlinger. Die ehrenamtlichen Wohnberater unterstützen die Landkreisbevölkerung dabei.

Badezimmer und Stufen oder Schwellen machen häufig Probleme
Schon kleineren bis mittleren baulichen und technischen Maßnahmen können helfen, Wohnungen an die Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen, so dass sie in der eigenen Wohnung bleiben und ihren eigenen Haushalt weiterführen können. „Ein erhöhter Sitz oder Stützgriffe sowie ausreichend Bewegungsfläche ermöglichen es, WC und Waschbecken ohne Hilfe zu benutzen“, erklären die Wohnberater unisono. Mit Treppenliften oder Rampen mit beidseitigen Handläufen lassen sich Stufen und Schwellen überwinden.

Hilfe vom Staat oder privat
„Neu ist, dass ältere Menschen es nicht vom Geld oder dem Zufall abhängig machen müssen, etwas an ihrer Situation zu ändern“, betonen die Wohnberater. Baumaßnahmen können beispielsweise mit einem leistungsfreien Baudarlehen von bis zu 10.000 Euro pro Wohnung gefördert werden. Interessenten müssen vor Beginn der Baumaßnahme einen Antrag an das Landratsamt Erlangen-Höchstadt, Sachgebiet Wohnungsbauförderung stellen. Neben einer staatlichen Förderung gebe es auch noch eine Vielzahl von Programmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank). Die Hausbank vermittle geeignete Programme und gebe nähere Auskünfte zu den einzelnen Darlehen und Bedingungen. Die Pflegekasse gebe einen Zuschuss, sobald eine Pflegestufe vorliege.

Anmeldung erbeten
Interessenten können sich bei Anna Maria Preller, Seniorenbeauftragte des Landkreises Erlangen-Höchstadt unter der Telefonnummer 09131/803-277 oder per E-Mail unter anna.maria.preller@erlangen-hoechstadt.de<mailto:anna.maria.preller@erlangen-hoechstadt.de> anmelden. Wer sich von den ehrenamtlichen Wohnberaterinnen und Wohnberatern persönlich beraten lassen möchte, kann unter der Telefonnummer 09131/803-277 einen Termin ausmachen.

Quelle: Landratsamt Erlangen-Höchstadt

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