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Erlangen: Podiumsdiskussion: Humanitäre Hilfe unter Beschuss

Pressemeldung vom 9. Februar 2017, 14:43 Uhr

Die beängstigenden Entwicklungen im humanitären Völkerrecht sind Thema der öffentlichen Podiumsdiskussion „Bomben auf Patienten: Humanitäre Hilfe unter Beschuss“ am Mittwoch, 15. Februar, um 18:00 Uhr im Gemeindehaus Kreuz+Quer am Bohlenplatz. Dazu laden das Centre for Human Rights der Universtität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem Verein „Gesundheit und Medizin in Erlangen e. V.“ und der Stadt Erlangen ein. Immer wieder sind gezielte militärische Angriffe auf zivile Ziele, Krankenhäuser und Hilfsorganisationen tragische Höhepunkte in den bewaffneten Konflikten wie zum Beispiel in Syrien, der Ukraine, im Jemen oder Afghanistan. Insbesondere der Beschuss eines Hospitals in Kundus 2015 mit 42 Opfern, darunter 14 Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen, und schließlich die Bombardierung von Krankenhäusern in Aleppo, welche die letzten Zufluchtsorte der eingekesselten Menschen zerstörte und die Behandlung Verwundeter unmöglich machte, sind noch allgegenwärtig. Gastredner Tankred Stöbe, Mitglied im Internationalen Vorstand von Médecins sans frontières und bis 2015 Präsident von Ärzte ohne Grenzen Deutschland, wird aus eigenem Erleben berichten. Er geht dabei auch Fragen nach, wie kann man die weitere Erosion der Menschlichkeit eindämmen und stoppen? Welche Rolle kann die Zivilgesellschaft dabei übernehmen? Die Erlanger Professoren Heiner Bielefeldt (Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik) und Christoph Safferling (Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht) beleuchten dazu ergänzend die menschenrechtliche und strafrechtliche Dimension. Die Moderation übernimmt die Vorsitzende des Vereins „Gesundheit und Medizin in Erlangen“ Ursula Hahn. Im Anschluss an die Beiträge erfolgt eine offene Diskussion.

Quelle: Stadt Erlangen

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