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Erlangen: Stadt nimmt kurzfristig 25 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge auf

Pressemeldung vom 30. Juni 2015, 16:03 Uhr

Nach wie vor kommt eine hohe Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge nach Deutschland. Daher bereitet die Stadt Erlangen auf Bitte der Regierung von Mittelfranken derzeit die kurzfristige Aufnahme von 25 Jugendlichen in der Jugendherberge im Freizeitzentrum Frankenhof vor. Diese werden, anders als erwachsene Flüchtlinge oder Familien, vom Jugendamt betreut. Weitere Jugendliche sollen im Herbst folgen. Die Stadtratsfraktionen, die Stadtspitze sowie die Verwaltung stehen wie bisher auch hinter der Verpflichtung, die jungen Flüchtlinge aufzunehmen. „Wir wollen diesen jungen Menschen, die ohne Begleitung von Erwachsenen nach Schutz suchen und nicht selten traumatische Erlebnisse hinter sich haben, eine möglichst gute Betreuung zukommen lassen“, unterstreicht Oberbürgermeister Florian Janik die Anstrengungen des Jugendamtes und der ehrenamtlichen Unterstützer. Das Stadtoberhaupt lädt für Mittwoch 8. Juli, um 19:00 Uhr die Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung in den großen Saal des Frankenhofs (Südliche Stadtmauerstraße 35) ein. Neben der Aufnahme der Jugendlichen bemüht sich die Stadt darum, den regulären Betrieb des Frankenhofs weitestgehend beizubehalten.

Die Unterbringung von unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen erfolgt für einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten in sogenannten Clearinggruppen, in denen der Bedarf für die weitere Begleitung festgestellt wird. Im Anschluss werden die jungen Menschen in geeignete Wohn- und Betreuungsformen nach den aktuellen Bestimmungen des Jugendhilferechts vermittelt.
Die von der Bezirksregierung angekündigte Zahl von unbegleiteten Minderjährigen kann aufgrund des Wohnungsmangels im Stadtgebiet nicht in regulären Wohnungen untergebracht werden.
Das Kulturamt der Stadt als gebäudeverantwortliche Dienststelle des Freizeitzentrums Frankenhof hat sich daher sofort bereit erklärt, seine für diesen Zweck gut geeigneten Räumlichkeiten für die zu bewältigende humanitäre Hilfe zur Verfügung zu stellen und beabsichtigt zudem auch, die jungen Flüchtlinge in die kulturellen Angebote im Haus mit einzubinden.
Ab Mitte Juli werden eine sog. Clearinggruppe und voraussichtlich ab September eine sozialpädagogische Wohngruppe im Frankenhof eingerichtet. Für die Clearinggruppe wird das Stadtjugendamt die Verantwortung übernehmen, für die Anschlusswohngruppe wird derzeit nach einem Jugendhilfeträger gesucht. Die Jugendlichen werden von Fachkräften und ehrenamtlich tätigen Bürgern und Bürgerinnen betreut und unterstützt.

Quelle: Stadt Erlangen

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