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Green City e.V.: Sicher zur Schule – Münchner Bündnis fordert flächendeckendes Tempo 30

Pressemeldung vom 11. September 2013, 11:33 Uhr

Tempo 30 vor Schulen reicht nicht! Anlässlich des Schulanfangs am 12. September fordert ein Münchner Bündnis aus elf lokalen Umwelt- und Verkehrsverbänden, Parteien und BürgerInnen, zum Schutz der SchulanfängerInnen Tempo 30 dauerhaft als Regelgeschwindigkeit auf allen Münchner Straßen einzurichten – nicht nur rund um Schulen.

Ausnahmen sollen nur dort möglich sein, wo eine höhere Geschwindigkeit wenig Gefahr birgt, beispielsweise auf abgeschirmten Teilen des Mittleren Rings. So will das Bündnis die schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen schützen. Kinder benötigen in besonderem Maße Aufmerksamkeit und Rücksicht, da sie „richtiges“ Verhalten im Verkehr erst lernen müssen. Vor allem die 10.446 SchulanfängerInnen der insgesamt rund 170.000 Münchner SchülerInnen sind im Straßenverkehr gefährdet. Sie werden ihren Schulweg am 12. September zum ersten Mal gehen und verfügen über wenig Erfahrung mit dem Straßenverkehr. Für sie stellen schnell fahrende Autos eine große Gefahr dar. Grundschüler können nach einer 2010 veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern der Royal Holloway University of London nur vorbeifahrende PKWs mit einer Geschwindigkeit von maximal 30 km/h richtig einschätzen. Autos, die mit 50 bis 60 km/h auf sie zufahren, schätzen sie weiter entfernt ein, als diese wirklich sind. Dies führt zu gefährlichen Straßenüberquerungen – und ist Ursache vieler Unfälle. Eine Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit wäre eine effektive Maßnahme, junge VerkehrsteilnehmerInnen im Straßenverkehr zu schützen. Denn der Anhalteweg bei Tempo 30 verkürzt sich im Vergleich zu Tempo 50 um die Hälfte. Außerdem können Autofahrer bei Tempo 30 ihr Umfeld besser wahrnehmen, so dass mehr Zeit zum Reagieren bleibt.

Auf Münchens Straßen sind täglich über eine Million Autos unterwegs – und rund 150.000 Kinder. Wer sie schützen will und eine Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit unterstützenswert findet, kann unter www.30kmh.eu die Europäische Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!“ unterschreiben.

Quelle: Green City e.V.

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