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Kaufbeuren: Startschuss für die Aktion „Wunschbuch“ in der FreiwilligenAgentur „Knotenpunkt“

Pressemeldung vom 28. Februar 2012, 13:52 Uhr

Die „Rollende Bücherei“ – ein Musterbeispiel für das Zusammenwirken von Wirtschaft und Ehrenamt
Eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Idee: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Kaufbeurer Kreditinstitutes werden künftig Menschen, die sich in körperlicher Hinsicht schwer tun in die Stadtbücherei zu gelangen, Bücher, Hörbücher oder andere Medien nach Hause bringen. Und die Bücher auf Wunsch sogar gerne vorlesen. Der Veranstalter dieser „Rollenden Bücherei“ ist die FreiwilligenAgentur „Knotenpunkt“.
„Wir sind im Ort hier seit 135 Jahren fest verwurzelt. Zum Ausdruck bringt dies unter anderem unsere EC-Karte mit Kaufbeuren-Motiv. Von dem einzelnen Kartenpreis spenden wir 2 Euro an das Generationenhaus Kaufbeuren e.V.“, schilderte Andreas Frey, Filialdirektor der HypoVereinsbank Kaufbeuren die Ausgangssituation. „Als dann die 500er Stück Marke mit einem Erlös von 1000 Euro geknackt war, wollten wir es nicht – wie so oft üblich – lediglich bei einer Spende belassen. Da unsere Bank ehrenamtliche Tätigkeiten bei unseren Mitarbeitern fördert, haben wir uns dazu entschieden, die Aktion „Wunschbuch – die rollende Bücherei“ tatkräftig zu unterstützen“.
Im Generationenhaus im Baumgarten fand jüngst die Auftaktveranstaltung für dieses ungewöhnliche Projekt statt, bei der sich eigens die jeweiligen Vertreter getroffen haben. „Viele Seniorinnen und Senioren leben noch in ihrem Zuhause und sind eigentlich fit, können aber nicht mehr ohne Weiteres in die Stadtbücherei gelangen“, erläuterte Angelika Lausser, Leiterin der FreiwilligenAgentur „Knotenpunkt“, die Sachlage. Sie freue sich sehr über die Initiative des Bänkers und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wünsche sich „dass die Aktion gut ins Rollen kommt. Mit „Wunschbuch“ wurde bewusst eine Nische gesucht, sollte bewusst mal etwas ganz anderes angeboten werden“.

Verena Bickel, die Leiterin der Stadtbücherei, zeigte sich begeistert über die Anfrage von „Knotenpunkt“ für dieses Projekt. „Diese Art der sozialen Bibliotheksarbeit ist für uns in Kaufbeuren noch Neuland. Wir freuen uns schon darauf, eine geeignete Sammlung an Medien zusammen zu stellen. Ich hoffe, dass sich die Aktion langfristig in Kaufbeuren etablieren wird.“
Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse äußerte sich sehr angetan über das

gezeigte Engagement des Trios Bank, „Knotenpunkt“ und Stadtbücherei: „Hier werden Brücken gebaut, die weit über Geschäftliches hinausgehen“. Dass es hier nicht „nur“ um eine Schecküberreichung gehe, sondern dass vielmehr ein innovatives Projekt dahinter stecke, mache das Ganze umso erfreulicher. Bosse sieht die FreiwilligenAgentur „Knotenpunkt“ als großartige Plattform und freut sich auf weitere Projektideen. Sie liefere wichtige Beiträge zum Gemeinwohl. „Weiter so“, lautete Bosses Appell an die Verantwortlichen und Ideengeber.
Um die Aktion ins Rollen zu bringen, werden nun Flyer über die Sozialstationen und „Essen auf Rädern“ an den entsprechenden Personenkreis verteilt. Die Verantwortlichen hoffen, dass möglichst viele Rückmeldungen mit dem Wunsch nach Büchereimedien bei ihnen ankommen und somit die Bankangestellten aktiv werden können. Diese werden den Kontakt zu den interessierten Personen aufnehmen und versuchen, deren Wünsche zum Lesen oder auch Hören zu erfüllen. Das Angebot ist kostenlos, lediglich die übliche, geringe Ausleihgebühr der Bücherei wird fällig. Natürlich werden die Medien auch wieder abgeholt.
Weiterführende Informationen zur FreiwilligenAgentur „Knotenpunkt“, welche sich unter dem Dach des Generationenhauses befindet, und ihrer Kernaufgabe, der Vermittlung Ehrenamtlicher bei Vereinen und sozialen Einrichtungen, finden Interessierte unter www.knotenpunkt-kaufbeuren.de. Unter der 08341-9080898 ist der „Knotenpunkt“ telefonisch direkt erreichbar.

Quelle: Marketing-Agentur Claus Tenambergen

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