Energiewechsel

Landkreises Unterallgäu: Die Seele regiert den Körper

Pressemeldung vom 11. Mai 2015, 13:25 Uhr

Was sind die Voraussetzungen für ein Gelenk- und rückenfreundliches Leben?
Ottobeuren Wer kennt das nicht? Rückenschmerzen! Ein Gesundheitsproblem, das über 80 % der Erwachsenen zwischen 25 und 74 Jahren kennen – 18 % der Frühberentungen erfolgen aufgrund von chronischen Rückenschmerzen. Aber nicht nur Rückenschmerzen machen vielen Menschen das Leben schwer, auch Gelenk- und Muskelschmerzen können in vielen Fällen zu einer Einschränkung der Bewegung und der Lebensqualität führen.

Frau Dr. Tanja Sigl-Erkel, niedergelassene Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Naturheilverfahren und Akupunktur in eigener Praxis an der Kreisklinik Ottobeuren stellt kleine Tipps und Tricks für den Alltag vor, die helfen können Beschwerden zu lindern und vorzubeugen.
Die meisten Beschwerden am Bewegungsapparat sind auf Erkrankungen an den Gelenken oder an der Wirbelsäule zurückzuführen.
Die häufigste, die Gelenke betreffende Erkrankung, ist die Arthrose. Diese Verschleißerkrankung der Gelenkflächen betrifft jeden zweiten über 60-jährigen und führt in 80 % der Fälle zu Bewegungseinschränkungen.
Die zweite Ursachenquelle für Probleme am Bewegungsapparat ist die Wirbelsäule. Die Wirbelsäule hat vielfältige und wichtige Aufgaben: sie stabilisiert die aufrechte Haltung und sorgt außerdem für die Bewegungen. Damit wird sie maximal beansprucht. Übersteigt die Beanspruchung der Wirbelsäule ihre Kapazität, sind Rückenschmerzen die Folge. Dabei liegen die Hauptrisikofaktoren für eine Überbeanspruchung nicht nur bei physikalischen Faktoren, wie dem Körpergewicht, einer ungeeigneten Körperhaltung oder häufigem Heben und Ziehen – auch psychische Belastungen wie Stress, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, Angst oder Depression wirken sich auf das Schmerzerleben aus.

Gelenk- und Rückenschmerzen lassen sich am besten vorbeugen, indem man gelenk- und rückenfreundlich lebt, auf ein gutes Gleichgewicht sowie eine gute Koordination achtet und den Erhalt und die Verbesserung von muskulärer Kraft, Funktion und Ausdauer fördert.
Als präventive Maßnahme ist die Rückenschule zu empfehlen. In dieser lernt man eine ganzheitliche Verhaltensänderung im häuslichen Alltag, im Beruf und in der Freizeit. Hierbei helfen besonders das Erlernen geeigneter ergonomischer Verhaltensweisen gesundheitliche Folgen und Schäden zu vermeiden.

Auch Sport ist ein wichtiger Faktor in der Vorbeugung und Behandlung von Gelenk- und Rückenschmerzen. Es empfiehlt sich, möglichst täglich in einer moderaten Intensität 30 Minuten lang trainieren. Dabei sollte die sportliche Bewegung vor allem Spaß machen.
Das Ziel von rehabilitativen Maßnahmen ist die Verbesserung der Lebensqualität. Hierbei müssen jedoch auch die Seele und die Psyche ihren Platz in einer ganzheitlichen Therapie finden. Der Gesundheitszustand der Seele spiegelt sich im Körper wieder – und äußert sich oft in Form von Rücken- und Gelenkschmerzen.

Beschwerden an Rücken, Muskeln und Gelenken sind jedoch keine schicksalhaften Gegebenheiten, ermutigte Dr. Sigl-Erkel. Allerdings ist Eigeninitiative gefordert. Die Grundregeln der Rückenschule, der Ergonomie und des Gelenkschutzes helfen Rücken- und Gelenkschmerzen vorzubeugen, ebenso wie eine regelmäßige körperliche Aktivität und ein inneres Gleichgewicht.

Quelle: Landkreises Unterallgäu

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