Energiewechsel

Landkreises Unterallgäu: Volkskrankheit Krampfadern

Pressemeldung vom 12. Juni 2015, 10:04 Uhr

Was sind die Behandlungsmethoden? Wann muss man operieren?
Unterallgäu/Mindelheim Sie sehen nicht schön aus und oft machen sie sogar Beschwerden. 50 – 80 % der Deutschen weisen variköse Veränderungen auf, dabei sind Frauen doppelt so oft betroffen wie Männer. Krampfadern sind knotenförmig erweiterte, oft geschlängelte, oberflächlich liegende Venen.

Bei den meisten Betroffenen sind die Veränderungen geringgradig und ohne wesentlichen Krankheitswert, erklärten Chefarzt Dr. Markus Tietze und Leitender Oberarzt Dr. Rudolf Wiedemann von der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Kreisklinik Mindelheim, in einem Vortrag vor über 120 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern. Gelegentlich leiden die Betroffenen unter leichten Beinbeschwerden. 15 % jedoch zeigen ausgeprägte Krampfaderbildung, die medizinisch behandelt werden muss.
Krampfadern entstehen in den Beinvenen, in denen das verbrauchte Blut aus den Kapillaren der Gewebe zurück zum Herzen gelangt. Die Venen haben im Gegensatz zu Arterien dünne Wände und das Blut fließt unter niedrigem Druck zum Herzen zurück. Damit sich die Strömungsrichtung des Blutes in den Venen aufgrund des niedrigen Blutdrucks nicht umkehrt, besitzen die Venen Ventile, sogenannte Venenklappen. Diese Venenklappen funktionieren wie Segel. Strömt das Blut in Richtung Herzen, liegen sie eng an der Wand der Vene an. Bei einem Stillstand des Blutes oder wenn sich die Strömungsrichtung umzukehren droht, blähen sich die Klappen auf und legen sich so aneinander, dass der Querschnitt der Vene verschlossen wird. Auf diese Weise wird der Rückfluss des Blutes unter dem Einfluss der Schwerkraft verhindert. Erweitern sich die Venen stark, so dass die Venenklappen nicht mehr vollständig schließen können, wird der Transport des Blutes von den Füßen zum Herzen gestört. Das Blut kehrt seine Strömungsrichtung um und staut sich in den oberflächlichen Venen, dies führt zu einer krankhaften Erweiterung der Venen.
Die Ursache von Krampfadern kann zum einen eine angeborene Bindegewebsschwäche sein, zum anderen gibt es begünstigende Faktoren wie Bewegungsmangel, ständiges Herunterhängen der Beine, enganliegende Kleidung, die den Blutstrom der Beine abschnürt oder hormonelle Umstellung des Organismus während der Schwangerschaft.

Bei fortgeschrittenem Krampfaderleiden klagen die Betroffenen über Symptome wie Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Schwellungen der Beine (besonders im Innenknöchelbereich) und Hautverfärbungen.
Eine operative Maßnahme ist anzuraten bei nachgewiesenem krankhaftem Blutrückfluss innerhalb bestimmter Venenabschnitte durch Schlussunfähigkeit von Venenklappen, Blutung aus aufgeplatzten Krampfadern oder aufsteigenden Venenentzündungen.
In den allermeisten Fällen kann die Operation ambulant erfolgen.
An der Kreisklinik Mindelheim werden Sie von einem hocherfahrenen Ärzteteam rund um Chefarzt Dr. Markus Tietze und leitenden Oberarzt Dr. Rudolf Wiedemann versorgt, das Sie sowohl in der Diagnostik und Vorbereitung, als auch in der Nachversorgung rundum betreut.

www.kreiskliniken-unterallgaeu.de

Quelle: Landkreises Unterallgäu

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis