Energiewechsel

Landratsamt Fürstenfeldbruck: „Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 in Fürstenfeldbruck – Die historische Bedeutung von persönlichem Schriftgut am Beispiel des Nachlasses von Bruno Merk“

Pressemeldung vom 18. Oktober 2016, 14:55 Uhr

Am Montag, 24. Oktober 2016 um 19 Uhr, in den großen Sitzungsaal des Landratsamtes Fürstenfeldbruck, Münchner Straße 32, 82256 Fürstenfeldbruck.

Archivdirektorin Dr. Sylvia Krauss wird als Referentin einen spannenden und lebendigen Vortrag halten.

Das Bayerische Hauptstaatsarchiv in München verwahrt über 500 Nachlässe von politisch bedeutenden Persönlichkeiten aus den vergangenen 200 Jahren. Schriftlichen Nachlässen kommt eine wichtige Rolle als historische Quellen zu. Sie können ebenso sehr aufschlussreiche Informationen bieten. Das Besondere an diesen Nachlässen ist der subjektive, individuelle Charakter ihres Inhalts. Sie ermöglichen unmittelbare Einblicke in das Denken und Handeln einer Person und gewährleisten einen hohen Grad an Authentizität. Bruno Merk übergab seine persönlichen Unterlagen 1998 an das Bayerische Hauptstaatsarchiv. Der Nachlass thematisiert alle politischen Aktionsfelder Merks von seiner Tätigkeit als Landrat von Günzburg über die Gebietsreform, die er als bayerischer Innenminister verantwortete, das Verhältnis zur CSU und zu Franz Joseph Strauß bis hin zu seinem Einsatz als Leiter des Krisenstabs beim Olympia-Attentat in München 1972. Besonders diese Vorgänge nehmen einen beträchtlichen Raum ein. Sie erlauben Einsicht in seine persönliche Aufarbeitung und Bewältigung des tragischen Geschehens und spiegeln sein jahrzehntelanges Bemühen wider um eine gerechte historische Einschätzung aller beteiligten Kräfte.

Die Veranstaltung ist Teil des Projektes „Von der Vision zur Realisation – Der Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 in Fürstenfeldbruck“. Der Landkreis Fürstenfeldbruck bemüht sich, seit die Konversion des Fliegerhorstes bekannt gegeben wurde, in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Bayern, aber auch anderer wichtiger Beteiligter, um konzeptionelle Lösungsansätze, um den authentischen Schauplatz „Alter Tower mit Umfeld“ als Erinnerungsort zukünftig erhalten zu können. Seit vielen Jahren ist es den Menschen im Landkreis Fürstenfeldbruck ein Anliegen, den Opfern, deren Angehörigen, aber auch den Überlebenden dieses Attentates zu gedenken.

Quelle: Landratsamt Fürstenfeldbruck

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis