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Main-Spessart: 2015 ein großer Schritt für Inklusion und Barrierefreiheit

Pressemeldung vom 17. Dezember 2015, 11:42 Uhr

2016 auch seelische Behinderungen im Fokus – Positive Bilanz des Arbeitskreises Soziales

Das Jahr 2015 war ein gutes Jahr für Inklusion und Barrierefreiheit. Der Landkreis Main-Spessart ist einen großen Schritt weiter gekommen, bilanzierten die Mitglieder der Agenda-Arbeitskreis Soziales. In acht Sitzungen wurden Barrierefreiheit im ÖPNV, Hörhilfen in öffentlichen Räumen, Hilfen und Angebote für den Tourismus besprochen, berichtete die Agendabeauftragte Ilse Krämer vom Sachgebiet Kreisentwicklung. Ein Erfahrungstausch mit Seniorenbeiräten, Gruppierungen und Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände und Selbsthilfe hat die Sensibilität für das Thema Barrierefreiheit gestärkt. In vielen Gemeinden des Landkreises hat das zu praktischen Hilfen geführt. Blindenleitsysteme, Induktionsschleifen in Kirchen und öffentlichen Räumen oder barrierefreie Eingänge in behördlichen Gebäuden zeigen die großen Fortschritte. „Es sollen alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können“, so Ilse Krämer. Mit Sakine Azodanlou, der Integrationsbeauftragten der Stadt Karlstadt, wurde die Teilhabe behinderter Menschen mit Migrationshintergrund besprochen. „Da geht es nur in kleinen Schritten weiter, weil Krankheiten eher als Schicksal oder Makel hingenommen werden würden“, erklärt Azodanlou. Mit einer Broschüre in türkischer Sprache für behinderte Kinder werden Hilfen bereitgestellt. Gute Fortschritte gibt es in den Bereichen der Kindergärten und schulischen Einrichtungen. Integration in Kindergärten und Inklusion in Schulen sind auf einem hervorragenden Weg. Das Gemeinsame von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen wird auch im Freizeitbereich gepflegt. Viele Vereine unterstützen Inklusion – Inklusion gehört zum Alltag. Da waren sich die Mitglieder des Agenda-Arbeitskreises einig. Es ist eine unvertretbare Hetze, wenn Menschen mit Behinderungen gegen Flüchtlinge ausgespielt werden, sagte Bezirksrat Johannes Sitter. Wir lassen unsere Menschen mit Behinderungen nicht im Stich. 400 Mio. Euro beträgt der Sozialhaushalt des Bezirks Unterfranken berichtete der Gräfendorfer Bezirksrat. Gegenüber 2015 wird der Sozialhaushalt 2016 um 27. Mio. Euro steigen. Um 8 Mio. Euro steigen die Leistungen für die behinderten Menschen in den Werkstätten, 3,5 Mio. für die Schulbildung einschließlich schulvorbereitender Einrichtungen und Schulbegleiter. Die Leistungen der Frühförderung und Einzelintegration in den Einrichtungen für Kinder erhöhen sich um 2 Mio. Euro. 2016 wird die Arbeit weitergehen, bekräftigten die Arbeitskreismitglieder. Am 3. Februar ist die nächste Sitzung des Arbeitskreises. Vorbereitet wird ein weiterer Erfahrungsaustausch über Barrierefreiheit und Inklusion. Er soll am 9. März in Lohr stattfinden. Dabei wird die Netzwerkarbeit den Schwerpunkt bilden. Angedacht ist die Tagung im Bistro des Bezirkskrankenhauses in Lohr. Dabei will man auch die seelischen Behinderungen mit in den Fokus nehmen. Auch auf der Main-Spessart Expo Ende April 2016 wird der Agenda-Arbeitskreis wieder vertreten sein.

Quelle: Landkreis Main-Spessart

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