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Main-Spessart: Biber im Landkreis Main-Spessart

Pressemeldung vom 18. Juni 2015, 12:17 Uhr

Der Biber hat inzwischen in weiten Teilen die Gewässer des Landkreises Main-Spessart besiedelt. Durch seine Bautätigkeit (Baue und Dämme) und sein Fraßverhalten können in Einzelfällen Probleme entstehen.

Aus gegebenem Anlass gibt das Landratsamt als untere Naturschutzbehörde deshalb folgende Hinweise:

Der Biber ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders und streng geschützt, d.h. es ist verboten, ihm nachzustellen, ihn zu fangen oder zu töten. Außerdem ist es verboten, Biber während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Überwinterungs- und Wanderzeit zu stören. Auch seine Baue und Dämme sind geschützt.

Verstöße gegen diese Verbote werden als Ordnungswidrigkeiten oder als Straftaten behandelt! Von Selbsthilfe wird daher dringend abgeraten!

Es wird dringend angeraten, Obstbäume im 20-m-Bereich entlang der von Bibern besiedelten Gewässer durch 1 m hohe Drahthosen zu schützen. Geeignet sind dafür Volierenzaun oder Estrichmatten. Hasendraht bietet keinen zuverlässigen Schutz.

Für land- und forstwirtschaftliche Schäden gibt es unter bestimmten Voraussetzungen freiwillige finanzielle Ausgleichszahlungen des Staates in Höhe von maximal 80% des anerkannten Schadens. Schäden sind innerhalb einer Woche beim Landratsamt, Sachgebiet Naturschutz zu melden. Verspätet gemeldete Schäden können nicht anerkannt werden.

Falls es Probleme mit dem Biber gibt, so wenden Sie sich bitte an Rainer Maier im Landratsamt Main-Spessart, Sachgebiet Naturschutz, Tel. 0 93 53/ 793 – 17 58. Dieser bemüht sich gerne mit Ihnen vor Ort um eine Lösung des Problems.

Quelle: Landratsamt Main-Spessart

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