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Main-Spessart: Ehemaliges Brauerinternat in Arnstein als vorübergehende Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber – Landrat Thomas Schiebel bittet um Verständnis – Infoveranstaltung für Bevölkerung

Pressemeldung vom 22. Juli 2015, 12:23 Uhr

Ab Dienstag, 28.Juli muss der Landkreis Main-Spessart auf Weisung der Regierung von Unterfranken Unterkünfte als Erstaufnahmeeinrichtung für bis zu 200 Flüchtlinge bereithalten. Der Landkreis hatte bereits Ende vergangenen Jahres einen Winternotfallplan aufgestellt, um auf eine mögliche, vorübergehende Zuweisung einer großen Anzahl von Flüchtlingen vorbereitet zu sein. In diesem Plan war noch die Erwin-Ammann-Halle in Karlstadt vorgesehen. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen wird nun das ehemalige Brauerinternat in Arnstein belegt. „Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis für diese Maßnahme.“, so Landrat Thomas Schiebel. Der Name „Notfallplan“ besage ja bereits, dass es sich hier um eine Maßnahme handle, die kurzfristig greifen müsse, um auf aktuelle Entwicklungen schnell reagieren zu können, so der Landrat. Er möchte gemeinsam mit der Stadt Arnstein die Bevölkerung am Mittwoch, 29. Juli in der Stadthalle Arnstein um 19 Uhr informieren, um mögliche Bedenken und Ängste auszuräumen.

Mit der Aufstellung von Containerduschen auf dem Parkplatz des Internats und einer Verbesserung der Elektrik im Haus werden nun die notwendigen Voraussetzungen für eine Unterbringung der Asylbewerber geschaffen. Insgesamt bietet das Haus Platz für 174 Flüchtlinge. Woher die Flüchtlinge stammen, ob es sich dabei vorwiegend um Familien oder Einzelpersonen handelt, ist bislang noch nicht bekannt.

Wenn die Asylbewerber am kommenden Dienstag ankommen, werden Hygiene-Sets (Zahnbürste, -creme, Seife, Duschgel, Shampoo, Kamm und Handtuch) ausgeteilt. Eine medizinische Erstuntersuchung ist durch das Staatliche Gesundheitsamt Main-Spessart gewährleistet. Das Bayerische Rote Kreuz wird die Verpflegung für den ersten Tag übernehmen. Danach soll ein Cateringservice das Essen für die Bewohner liefern. Auch ein Hausmeister, ein Sicherheitsdienst, ein Wäsche- und Reinigungsdienst sind für die Zeit der Unterbringung notwendig. Diese soll zeitlich auf vier bis sechs Wochen befristet sein. Das ehemalige Brauerinternat fungiert als Entlastung der Erstaufnahmeeinrichtungen in Schweinfurt und Würzburg. Landrat Thomas Schiebel ist sicher, dass der Notfallplan bis nächste Woche umgesetzt ist: „Wir sind gut vorbereitet. Die vorübergehende notfallmäßige Unterbringung der Asylbewerber ist dank der guten Zusammenarbeit im Landratsamt und mit den beteiligten Stellen eine machbare Herausforderung.“, so Schiebel.

Quelle: Landratsamt Main-Spessart

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