Energiewechsel

Main-Spessart: Neue Anlage am Parkplatz „Grotte“ zwischen Frammersbach und Habichsthal

Pressemeldung vom 15. Dezember 2016, 11:49 Uhr

Glättemeldeanlagen (GMA) ermöglichen die ständige Überwachung besonders glätteanfälliger Bereiche im Straßennetz und erhöhen damit die Verkehrssicherheit. Die ständige Erfassung von Messdaten hilft bei der Optimierung von Winterdiensteinsätzen. So lässt sich frühzeitig erkennen, ob von einer frühwinterlichen Reiflage zum Beispiel nur bestimmte Brücken betroffen sind, oder weite Teile des Straßennetzes gefährlichen Reifansatz zeigen. Das herkömmliche Verfahren, Kontrollfahrten zu immer wieder den gleichen Stellen im Straßennetz durchzuführen und zu prüfen, ob sich Glätte gebildet hat, ist unsicher, weil eine hohe Kontrolldichte schwer zu leisten ist. So besteht leicht die Gefahr, dass zum falschen Zeitpunkt kontrolliert wird, wenn z. B. noch gar keine Glätte entstanden ist. Die tiefste Belagstemperatur auf der Fahrbahn wird in klaren Nächten im Regelfall erst kurz nach Sonnenaufgang erreicht. Glättemeldeanlagen helfen, diese Kontrollfahrten zu vermeiden bzw. Kontrollen besser zu gestalten. Technik einer Glättemeldeanlage Wichtigste Komponente der Glättemeldeanlage ist die im Belag eingelassene Fahrbahnsonde. Durch sie werden z. B. die Belagstemperatur, Feuchtigkeit und Wasserfilmhöhe, Leitfähigkeit und Gefriertemperatur bestimmt. Die Bestimmung der Gefriertemperatur, also der Temperatur bei der Wasser auf der Straße anfangen wird zu gefrieren und sich Glätte bildet, kommt dabei besondere Bedeutung zu. Mit ihr ist es möglich festzustellen, ob noch ausreichend Auftaumittel auf dem Straßenbelag vorhanden oder ein weiterer Streueinsatz erforderlich ist. Darüber hinaus kann mit dieser Anlage eine Reifbildung frühzeitig erkannt werden. Neben dem Fahrbahnsensor erfasst auch eine Kamera mit Infrarotverstärker Bilder im 20-Minuten- Takt. Die Kamera ist auf einem vier Meter hohen Mast montiert. Darauf befindet sich ein Luftmessgerät, das Windstärke, Windrichtung und Lufttemperatur misst. Die Daten werden per Funk ins Internet übertragen. Von dort können diese über eine geschützte Internetplattform durch den diensthabenden Straßenwärter online abgerufen werden. Glättemeldeanlagen im Landkreis Main-Spessart Der Landkreis Main Spessart besitzt derzeit insgesamt drei Glättemeldeanlagen, auf die auch das Staatliche Bauamt zugreifen kann. Im Gegenzug kann der Landkreis auch auf die acht Anlagen des Freistaates zugreifen. Die des Landkreises stehen an der gut 500 Meter hoch gelegenen Bayrischen Schanz, im Sindersbachtal am Pumpspeicherwerk Langenprozelten und die neuste Anlage auf gut 400m Höhe am Parkplatz „Grotte“ zwischen Frammersbach und Habichsthal. Die Baukosten je Anlage betragen ca. 20.000,- €.

Quelle: Landkreis Main-Spessart

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