Energiewechsel

Main-Spessart: Zukunftswerkstatt als Auftaktveranstaltung

Pressemeldung vom 24. Februar 2010, 08:26 Uhr

Der Arbeitskreis „Familie“ beschäftigt sich im Rahmen der Jugendhilfeplanung des Landkreises Main-Spessart seit 2008 intensiv mit dieser Problematik. Fachkräfte aus dem ganzen Landkreis analysieren die Situation der Familien. In einem Fragenbogen wurde der Ist-Zustand in den Gemeinden ermittelt. Im nächsten Schritt soll der notwendige Bedarf von Familien festgestellt werden. Aus den Ergebnissen wird ein Maßnahmenkatalog zusammengestellt, der die Situation der Familien im Landkreis verbessern soll.

Trotz der seit Jahren bekannten negativen Auswirkungen einer rückläufigen Bevölkerung auf die Sozialsysteme der Kommunen ist ein Gegensteuern nicht erkennbar. Hatte der Landkreis im Jahr 2002 noch 132.393 Einwohner, wurden im vergangenen Jahr nur noch 129.036 Einwohner gezählt. Allein im Jahr 2009 verlor der Landkreis 705 Einwohner! Lediglich sieben der 40 Städte und Gemeinden im Landkreis hatten im letzten Jahr einen geringen Bevölkerungszuwachs.

Die Zahlen sind alarmierend. In den Kindergärten waren landkreisweit im letzten Jahr über 700 Plätze nicht belegt. Grundschulen müssen geschlossen werden, weil geringe Schülerzahlen eine Klassenbildung nicht zulassen. Der Arbeitskreis fordert passende Rahmenbedingungen, damit sich Familienleben in unseren Kommunen bestmöglich verwirklichen lässt. „Mit der Unterstützung von Familien, die den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird, soll ein stabiles, verlässliches Gerüst zur Förderung der Familien im ländlichen Raum geschaffen werden“, erklärt der für den Landkreis zuständige Jugendhilfeplaner Bernhard Metz. Kompetente Unterstützung erhält der Arbeitskreis durch den Leiter des Familienforschungsinstituts Baden Württemberg, Erich Stutzer. Am 17. April findet die landkreisweite Auftaktveranstaltung „Zukunftswerkstatt: Wie kinder- und familienfreundlich ist der Landkreis Main-Spessart?“ statt (Veranstaltungsort: Johann-Schöner-Gymnasium in Karlstadt, 9.30 -16.30 Uhr).
Eingeladen werden alle Bürgermeister, Kreisräte, Institutionen, Vertreter der Kommunen, Schulen, Träger von Kinder- und Jugendeinrichtungen, Familien, Handwerks- und Wirtschaftsvertreter. Dabei sollen Stärken, Schwächen und Ideen zur Sprache kommen.

Im zweiten Schritt erarbeiten die Arbeitsgruppen in einer so genannten Zukunftsreise Wünsche und Visionen für einen familienfreundlichen Landkreis.

Folgende Bereiche stehen zur Diskussion:

1. Generationenübergreifende Betreuung von Kindern und Jugendlichen

2. Schule/Bildung – Vereinbarkeit von Familie und Beruf

3. Arbeit und Wirtschaft – wie können Arbeitszeiten die Bedürfnisse der Familien berücksichtigen?

4. Thema Freizeit mit einem familienfreundlichen Lebensumfeld.

Dabei geht es auch um die Beseitigung von strukturellen Behinderungen. In einem weiteren Schritt werden die Vorstellungen auf Realisierbarkeit überprüft.

Mit dem Workshop Zukunftswerkstatt sollen Überlegungen und Strategien entwickelt werden, um den Landkreis und die Kommunen für Familien attraktiv zu machen. Vor allem soll für ein familienfreundliches Klima geworben werden. „Viele Hindernisse können auch ohne großen Mitteleinsatz beseitigt werden. Familie darf nicht nur als Kostenfaktor wahrgenommen werden“, erklärt der Familienforscher Erich Stutzer. Rege Teilnahme erhofft sich der Arbeitskreis bei der Auftaktveranstaltung.

Weitere Infos zur und Anmeldungen für die „Zukunftswerkstatt familienfreundlicher Landkreis Main-Spessart“ unter Tel. 0 93 53/90 69-25, oder per Mail an Bernhard.Metz@Lramsp.de.

Quelle: Landkreis Main-Spessart

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