Energiewechsel

Main-Spessart: Zum Schuljahresbeginn an Impfschutz gegen Masern und Mumps denken

Pressemeldung vom 27. September 2011, 12:02 Uhr

Seit Anfang 2011 haben sich die Masern verstärkt unter Kinder, Jugendlichen und
Erwachsenen ausgebreitet. Im Sommer letzten Jahres kam es zu einer Häufung von
Mumpserkrankungen, die bis ins Frühjahr 2011 andauerte. Bei beiden Erkrankungsformen
traten zum Teil schwere Komplikationen auf, ein Patient ist an Masern verstorben.

Da es gegen beide Erkrankungen keine wirksame ursächliche Behandlung gibt, besteht der
einzige wirksame Schutz in der vorbeugenden Impfung. Hierfür gibt es einen wirksamen und
gut verträglichen Kombinationsimpfstoff, der gleichzeitig gegen Masern, Mumps und Röteln
schützt. Um einen sicheren Schutz aufzubauen, sind zwei Impfungen nötig, die bereits bis
Ende des zweiten Lebensjahres abgeschlossen sein sollen. Der Impfschutz hält dann
lebenslang, Auffrischungsimpfungen sind nicht nötig.

Dennoch sind in Bayern bis zur Einschulung durchschnittlich etwa 15 Prozent der Kinder
noch nicht vollständig geimpft. In älteren Jahrgängen und bei jungen Erwachsenen ist der
Anteil Ungeschützter noch wesentlich höher. Deshalb kommt es gerade in Schulen und
Gemeinschaftseinrichtungen, die dem Erreger wegen der vielfältigen Kontakte der Kinder
und Jugendlichen untereinander gute Ausbreitungsbedingungen bieten, immer wieder zu
Krankheitshäufungen, die fast ausschließlich ungeimpfte oder unvollständig geimpfte
Personen betreffen.

Im frühen Kindesalter versäumte Impfungen sollten baldmöglichst nachgeholt werden. Auch
Jugendliche und Erwachsene ab dem Jahrgang 1970 sollten geimpft werden, wenn sie nur
eine oder keine Masern-Mumps-Röteln-Impfung erhalten haben, oder wenn der Impfstatus
unbekannt ist. Die bayerischen Gesundheitsbehörden empfehlen deshalb aus Anlass des
beginnenden Schuljahres:

Überprüfen Sie jetzt Ihren Impfschutz und den Ihrer Kinder!

Lassen Sie bei sich und bei Ihren Kindern fehlende Impfungen baldmöglichst
nachholen!

Eine Impfung sollte vorsorglich auch erfolgen, wenn der Immunstatus unbekannt ist
(z. B. fehlendes Impfbuch).

Wenn Sie unsicher sind oder Fragen zu Impfungen haben, wenden sie sich
vertrauensvoll an Ihren Hausarzt / Kinderarzt oder Ihr örtliches Gesundheitsamt
(Tel. 0 93 53 – 7 93 16 00)

Informieren Sie unverzüglich die Schule oder Gemeinschaftseinrichtung, wenn bei
Ihrem Kind der Verdacht auf Masern, Mumps, Röteln oder eine andere ansteckende
Krankheit auftreten sollte.

Quelle: Pressestelle im Landratsamt Main-Spessart

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis