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Markt Nandlstadt: Bericht über Ungarn

Pressemeldung vom 15. September 2011, 16:31 Uhr

Am Montag den 22. August trafen sich 14 Jugendliche und Kinder aus Nandlstadt und Umgebung sowie 5 Betreuerinnen, um gemeinsam in die Partnergemeinde nach Újszilvás in Ungarn zu reisen. Nach elf Stunden erschöpfender Busfahrt wurden wir sehr herzlich mit kühlen Getränken und kleinen Häppchen vor dem Rathaus in Újszilvás empfangen. Das Empfangskomitee bestand aus Bürgermeister Csába Petranyi, dem Nandlstädter Bürgermeister Jakob Hartl sowie Kindern und Müttern aus dem Ort. Nach der Begrüßung ging es zu unseren Unterkünften auf einem Reiterhof am Rande der Gemeinde.
Das Programm für die Woche war ebenso abwechslungsreich wie umfangreich. Am 1. Tag war der Besuch in ein nahe gelegenes Schwimmbad geplant. Dort wurden erste Kontaktversuche mit den ungarischen Kindern gestartet, die uns ins Schwimmbad begleiteten. Am Mittwoch ging es nach Budapest wo wir die Zitadelle, die Burg und die Margareteninsel besichtigten. Trotz der Begeisterung für Budapest war Sightseeing bei 40° C keine leichte Angelegenheit und alle waren froh, als man am Ende der Besichtigungen endlich in ein riesiges, klimatisiertes Einkaufszentrum flüchten konnte. Der Donnerstag wurde etwas ruhiger angegangen und wir verbrachten den Tag in Újszilvás mit verschiedenen sportlichen Aktivitäten. Von dem Reiterhof aus wurden Kutschfahrten organisiert und wir bekamen auch die Möglichkeit auf den Pferden des Hofes zu reiten. In der Újszilváser Schule bekamen wir eine Stunde Ungarisch-Unterricht von der hiesigen Deutschlehrerin. Danach spielten alle gemeinsam in der Schulturnhalle verschiedene Sportspiele. Am Freitag ging es dann in den Norden Ungarns, dort durften wir das Lipizzaner-Gestüt in Szilvásvárad besichtigen und eine Runde in den Kutschen mitfahren. Danach fuhren wir mit einer kleinen Lok in das „Bükk-Gebirge“ hoch, um ein wenig in diesem wunderschönen Naturschutzgebiet zu wandern. Dort gibt es die Istalloskö-Höhle, in der 40.000 Jahre alte Mammut-, Bison- und Höhlenbär-Knochen gefunden wurden, die aber jetzt im Nationalmuseum Budapest ausgestellt sind. Für den letzten Tag stand der Plattensee auf dem Programm und die vier Stunden Busfahrt haben sich auch wirklich gelohnt. Nicht nur die Abkühlung nach der heißen Woche tat gut, sondern die Landschaft und die Fahrt mit der Fähre waren ein Highlight.

Im Laufe der Woche wurden alle Jugendlichen, die deutschen wie die ungarischen, immer mutiger im verbalen Austausch mit den anderen. Man versuchte sich in Deutsch, Englisch, mit Händen und am Schluss der Woche sogar mit ein paar ungarischen Worten zu verständigen. Man fand Gemeinsamkeiten im Musikgeschmack oder im Sport. Außerdem lernten wir auch die ausgeprägte Gastfreundschaft der Ungarn kennen. Jeden Tag gab es liebevoll gekochte ungarische Gerichte und selbstgebackene Kuchen. Wir wurden von morgens bis abends von allen freundlich umsorgt. Nach der Woche fiel der Abschied von den neuen Freunden, den freundlichen Gastgebern und dem schönen Land nicht leicht. Bei der Abfahrt waren sich alle einig: es war eine anstrengende aber wunderschöne und viel zu kurze Woche die wir in Újszilvás verbringen durften.

Quelle: Markt Nandlstadt

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