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Memmingen: Ein Beitrag für die Menschlichkeit in unserer Gesellschaft 10 Jahre Familie Zorn-Stiftung

Pressemeldung vom 21. Oktober 2011, 12:01 Uhr

Auf den Tag genau vor zehn Jahren wurde im Memminger Rathaus eine Stiftung gegründet, die ohne viel Aufsehen zwischenzeitlich viel Gutes für die Region getan hat. Die Rede ist von der Familie Zorn-Stiftung, die in den letzten zehn Jahren 550 000 Euro für soziale Zwecke in der Region ausschüttete. Vielfältige Projekte und Träger stellten nun im Rahmen einer Feierstunde der Stiftungsgründerin Christa Schneider, die mit Mädchenname Zorn hieß, und Angehörigen welch segensreiche Taten die Stiftung ermöglichte. Die sichtlich gerührte Stifterin versprach, sich weiter zu engagieren: „Nach meinen Möglichkeiten werde ich die Einrichtungen weiter unterstützen“, so Schneider. Hier könne sie sehen, was mit ihrem Geld passiere. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger erinnerte, dass gerade in der ehemals freien Reichsstadt Memmingen Stiftungen große Tradition haben. „Viele der im 12. und 13. Jahrhundert auf den Weg gebrachten Stiftungen haben bis heute Bestand“, so Dr. Holzinger. Das Memminger Stadtoberhaupt dankte mit einem Sektgläser-Set, Vertreter der die Stiftung verwaltenden Commerzbank aus Frankfurt und München überreichten Schneider einen Blumenstrauß.

Hans Fuchsschwanz, neben Bernd Walther Mitglied des Stiftungsvorstandes, erläuterte eingangs, dass die Stifterin im Sinne ihres Vaters die Stiftung gegründet habe. Das Ziel sei „behinderten Menschen im Allgäu zu helfen“. Dies erfolgt auf vielfältige Weise, wie die Berichte der Vertreter der geförderten Einrichtungen zeigten: „Sie haben uns von der ersten Stunde an unterstützt“, dankte Marlies Breher, Vorstandsvorsitzende des Kinderhospizes St. Nikolaus in Bad Grönenbach. Die Gelder der Stiftung hätten den Einbau eines Aufzuges, die Ausstattung der Bäder sowie zuletzt die Anschaffung eines behindertengerechten Sprinters ermöglicht. Breher beschrieb die Lebensfreude der sterbenskranken Kinder und appellierte schließlich: „Bitte bleiben Sie an unserer Seite“. Alexander von der Marwitz, Vorstand des Diakonischen Werkes in Memmingen, und seine Mitarbeiterinnen Christa Ansorge und Katrin Fichtner berichteten von ihrer Arbeit mit behinderten Menschen. Im sozialpsychiatrischen Zentrum „Kappel“ in Memmingen habe die Stiftung seit 2003 eine zusätzliche Stelle ermöglicht. Und im Mindelheimer Pendant, der „Diakonische“ konnte unter anderem ein „sehr gut ausgestatteter Werkstattbereich“ eingerichtet werden. „Er erlaubt den betreuten Menschen handwerkliche Betätigung, wozu viele nicht mehr die Möglichkeit hatten“, erzählte mit Fichtner die sichtlich stolze Leiterin der Einrichtung. Das K.D.W. in der Memminger Kalchstraße habe sich durch das Zutun der Stiftung „von einer kleinen Kleiderkammer zu einem Sozialkaufhaus“ entwickelt, so Projektleiterin Christa Ansorge.

„Sie machen sich auch immer ein Bild, was daraus geworden ist“, lobte von der Marwitz. Die Stifterin nehme Anteil an den Entwicklungen und besuche regelmäßig die Einrichtungen, wussten auch die anderen Vertreter zu berichten. So auch Pfarrer Siegfried Kleih von der Evangelischen Kirchengemeinde Leutkirch. Immer mehr sei das „Auseinandergehen der Schere der Gesellschaft in Arm und Reich“ zu spüren. Mit dem Fonds „Familie in Not“ könne er bei Notlagen helfen und beispielsweise Heizkosten oder Ausbildungszuschüsse übernehmen. Pfarrer Martin Kreiser und seinem ehrenamtlichen Team von der Memminger Versöhnungskirche ermöglichte die Stiftung unter anderem die Anschaffung moderner Küchengeräte wie eines Dampfgarers, mit dem der Ansturm bedürftiger Menschen beim täglichen Mittagessen bewältigt werden kann. „Solange es noch Menschen wie Sie gibt, haben wir noch Hoffnung“, schloss der evangelische Pfarrer. Schulleiter Dr. Manfred Schragg von der Förderschule Don Bosco in Leutkirch berichtete von der Arbeit seiner Schule. „Unsere Kinder sollen ihr Leben selber meistern können und erwerbstätig werden“, hob er das Bestreben seiner Schule hervor. Fördervereinsvorsitzender Floribert Föhr erläuterte im Detail, was die Stiftung alles ermöglich habe. Von der Anschaffung von Mountainbikes bis hin zu unvergessenen Ausflugsfahrten habe die Stiftung unzählige Glücksmomente ermöglicht.

Dekan Kurt Kräß lobte in seinem Schlusswort die in christlicher Menschenliebe wurzelnde Großzügigkeit der Stifterin: „Sie leisten einen wirklichen Beitrag für die Menschlichkeit in unserer Gesellschaft“, so Kräß.

Quelle: Stadt Memmingen – Hauptamt / Pressestelle

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