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Neumarkt i.d.OPf.: Bronzerelief fertig gestellt

Pressemeldung vom 26. Mai 2010, 14:34 Uhr

Das Bronzerelief zur Dokumentation des Durchgangslagers Wolfstein 1942 bis 1949 ist fertig gestellt und wird derzeit auf dem Bauhof gelagert. Es soll auf einer Fläche von ca. 135 mal 200 Zentimetern die Größe und Ausdehnung des ehemaligen Lagers veranschaulichen und an die damit verbundenen rund 128.000 menschlichen Schicksale erinnern. Wie Oberbürgermeister Thomas Thumann bei einem Termin auf dem Bauhof erläuterte, soll es im „Friedenspark“ in Wolfstein aufgestellt und am 11.6.2010 feierlich übergeben werden. Zu der Einweihung um 10 Uhr ist auch die Bevölkerung herzlich eingeladen. Neben dem kirchlichen Segen durch Vertreter beider Konfessionen wird auch die Jugendblaskapelle aus Komen in Slowenien daran teilnehmen und die Feier umrahmen. Die Bewohner von Komen haben eine besondere Beziehung zu dem Lager und zu Neumarkt, wie Stadtrat und Kulturreferent Arnold Graf ausführte. Nach einem Partisanenangriff seien die männlichen Bewohner des Ortes ermordet und rund 500 Frauen und Kinder in das Lager nach Neumarkt gebracht worden. Hier hätten einige aber auch Hilfe für die Inhaftierten geleistet, unter anderem der damalige Kaplan Ludwig Heigl, der für seinen Einsatz in Slowenien ausgezeichnet worden sei.

Geschaffen hat das Bronzerelief der Neumarkter Künstler Hubert Baumann. Die Anregung dazu hatte, wie Oberbürgermeister Thumann hervorhob, der Kulturreferent des Stadtrates Graf gegeben. Neben dem Relief befinden sich dann in dem Grünbereich an der Wolfsteinstraße das 2005 aus Anlass des Kriegsendes vor 60 Jahren aufgestellte „Friedenskreuz“ und zwei bereits errichtete Schautafeln, die die Geschichte des Lagers veranschaulichen. „Gerade im Jubiläumsjahr wollen wir uns auch mit der schweren Vergangenheit aus diesem Teil unserer Geschichte befassen“, so Oberbürgermeister Thumann weiter. Neben einer großen Ausstellung und dem dazu angestoßenen Buchprojekt, in denen die Entwicklung Neumarkts in den Jahren 1933 bis 1945 beleuchtet wird, stelle das Bronzerelief einen weiteren Ausdruck dieser Auseinandersetzung dar. „Es ist aber vor allem ein Mahnmal, das uns die Schrecklichkeiten wachruft und zum Frieden auffordert:“

Quelle: Stadt Neumarkt i.d.OPf.

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