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Neumarkt i.d.OPf.: Jazz in der Residenz – 7. Neumarkter Jazzweekend im Gewölbekeller des historischen Residenzgebäudes

Pressemeldung vom 23. September 2013, 13:02 Uhr

Bald ist wieder Jazztime in Neumarkt – dann nämlich, wenn die Residenz vom 25. bis 27. Oktober für das 7. Neumarkter Jazzweekend Tür und Tor öffnet. So soll mit dieser Veranstaltungsreihe die Tradition von Jazzkonzerten, einer in Neumarkt eher unterrepräsentierten Musikgattung, fortgesetzt und das reichhaltige Musikangebot der Kulturstadt Neumarkt um die Facette Jazz bereichert werden. Und wieder greift das städtische Veranstaltungsteam von Kulturamt und Musikschule, deren Leiter Wolfgang Fuchs als Initiator und Motor des Jazzweekends verantwortlich zeichnet, auf Bewährtes zurück: Denn mit Snacks, Drinks & Talk soll der locker-beswingte Rahmen der Konzerte, einer Mischung aus konzertantem und unterhaltendem Flair, zu interessanten Gesprächen anregen und bei groovender Musik echtes Jazzfeeling aufkommen lassen, zumal auch 2013 alle drei Veranstaltungen im Gewölbekeller des Residenzgebäudes stattfinden werden. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf ab 1. Oktober 2013 im Kulturamt der Stadt Neumarkt in der Rathauspassage sowie im Sekretariat der Sing- und Musikschule, Pulverturmgasse 18 a und online unter www.neumarkt-ticket.de<http://www.neumarkt-ticket.de/>! Beim Kauf von Karten für zwei oder drei Veranstaltungen pro Person erhält jeder Gast einen Gutschein für ein Freigetränk.
Den Auftakt dieses siebten Jazzwochenendes macht am Freitag, 25. Oktober um 20.00 Uhr das genreübergreifende Blackflash Trio, dessen musikalische Ideen in erster Linie den Jazz, aber auch die Klassik sowie andere Stilrichtungen gleichermaßen „in Szene set­zen“. So bewegen sich die Stücke des Ensembles zwischen programmatischer und absoluter Musik, wobei auch bei diesem Trio die freie Improvisation – ganz nach Jazzmanier – groß geschrieben wird. Um das Wechselspiel von Gegenständlichkeit und Gegenstandslosigkeit voranzutreiben, werden Tonaliäten geschichtet, rhythmische Landschaften generiert: Klangflächen und Atmosphären geistern um die Erwartungen des Hörers. So bezaubernd die Musik des Blackflash Trio, so besonders auch das Instrumentarium der Band; denn diesmal steht nicht ein Blasinstrument oder der Gesang im Mittelpunkt des Geschehens, sondern das außergewöhnliche Mallet-Instrument Vibrafon (Mallets = mit Schlägeln gespielte Stabinstrumente), präsentiert von der außergewöhnlichen Künstlerin Izabella Effenberg, die ihrem Instrument den Ausdruck verleihen kann, welchen die oben beschriebenen Klangwelten fordern. Izabella Effenberg studierte nach einem Musikstudium in Polen Schlagzeug und Vibrafon an der Hochschule für Musik Nürnberg. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und errang Preise mit eigenen Projekten in Deutschland und Polen. Mitstreiter von Izabella Effenberg sind Peter Fulda am Flügel, der übrigens zusammen mit der Protagonistin des Trios für das Komponieren der Musikstücke verantwortlich zeichnet, sowie Werner Treiber am Schlagzeug. Peter Fulda studierte Jazzpiano in Würzburg um anschließend ein Kompositionsstudium an der Musikhochschule Köln zu absolvieren. Außer auf zahlreichen eigenen CD-Produktionen sind seine Kompositionen und Arrangements auf vielen weiteren Alben namhafter Künstler zu hören. Neben der Tätigkeit als gefragter Arrangeur und Pianist entwickelt Fulda seit Jahren eine eigene musikalische Sprache, die unter dem Primat der Improvisation von zeitgenössischer und klassisch-folkloristischer Musik, von Literatur sowie von bildender Kunst beeinflusst ist. Aktuell besetzt Fulda eine Dozentenstelle für Komposition und Arrangement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Der Schlagzeuger Werner Treiber studierte sein Instrument am Meistersingerkonservatorium Nürnberg (jetzt Musikhochschule Nürnberg) und machte sich durch zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktio­nen mit verschiedenen süddeutschen Jazzformationen (z. B. Samba Nova, Argile & African Heat u. a.) einen Namen. Treiber leitet zusammen mit Reinhold Engelhardt das Bluesprojekt „Rhythm & Blues Affair“ und ist Dozent für Percussion u. a. an der Städtischen Musikschule Nürnberg. Er komponierte Werke für Percussionensemble und Vibrafon.
Fortgesetzt wird das 7. Jazzweekend am Samstag, 26. Oktober um 20.00 Uhr mit einem Konzert des Traditional Jazz Studio aus Prag, das sich mittlerweile in Neumarkt zu einer festen Jazzgröße entwickelt und hier schon mehrmals mit gefeierten Konzerten von sich reden gemacht hat. Dem von Pavel und Ivan Smetáèek 1959 aus der Taufe gehobenen tschechischen Spitzenensemble gelang bereits 1965 der Durchbruch zur internationalen Jazz-Spitze. Die sieben Musiker aus der „goldenen Stadt“ haben in Deutschland – und seit Jahren besonders auch in Neumarkt – viele Freunde gewonnen. Böhmisches Musikantentum und Jazzfeeling, gepaart mit Spielfreude und humoristischen Einlagen verbinden sich in den Auftritten der Tschechen, denen auch Swing- und Bluesmusik keineswegs fremd sind, mit einer meisterhaften Beherrschung ihrer Instrumente (Klarinette, Trompete, Saxofon, Posaune, Klavier, Bass, Schlagzeug) und einem im traditionellen Jazz seltenen Formgefühl.
Den Abschluss des 7. Neumarkter Jazzweekends bildet die traditionelle Matinee am Sonntag, 27. Oktober um 11.00 Uhr. Hierfür konnte dieses Jahr das deutschlandweit gefragte Swing-Ensemble Margit Held Quartett gewonnen werden. Sängerin und Namensgeberin Margit Held spielte zunächst Trompete, bis sie im Jahr 2000 ihre wahre Leidenschaft, nämlich den Jazzgesang entdeckte. Sie war von 2003 bis 2005 Mitglied des Landjugendjazzorchesters und gründete im Jahr 2007 ihr eigenes Swingquartett. Aktuell erfüllt Margit Held einen Lehrauftrag an der Berufsfachschule für Musik in Nürnberg. Musikalisch verwirklichen kann sich die Sängerin Margit Held aber erst durch ihre instru­mentalen Weggefährten, die es meisterlich verstehen, den swingenden Charme und die außergewöhnliche Stimme der Sängerin zu vervollständigen. So erzeugen der Pianist Sören Balendat, der Kontrabassist Hendrik Gosmann sowie der Schlagzeuger Stefan Seegel das musikalische Fundament, welches die Protagonistin des Quartetts auf ihre ganz eigene Weise „swingen“ lassen und das Publikum in Erstaunen versetzen wird. Der gebürtige Berliner Sören Balendat erlernte zunächst Klarinette und Orgel bevor er sich dem Jazzpiano widmete. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik Nürnberg besuchte er Piano-Meisterklassen u. a. in den USA. Seit 2006 ist Balendat Dozent an der Hochschule für Musik Nürnberg, wo er Jazzpiano, -fachdidaktik und -gehörbildung unterrichtet. Er ist ein gefragter Solopianist und Begleiter mit umfangreichem Repertoire und langjähriger Bühnenerfahrung. Der Bassist Hendrik Gosmann studierte klassischen Kontrabass an der Hochschule für Musik Köln sowie Jazz an der Musikhochschule Arnheim (Holland). Er leitete zahlreiche Jazzworkshops und war Preisträger des Wettbewerbs „Montreux Under The Sky“. Konzerte spielte er u. a. mit Alby Donelly, Brenda Boykin und Inga Rumpf. Stefan Seegel spielt seit seinem 12. Lebensjahr Schlagzeug und studierte zwischen 2000 und 2005 an der Hochschule für Musik Nürnberg Jazzschlagzeug. Mit seiner dynamischen und interaktiv-sensiblen Spielweise fühlt er sich in den verschiedensten Stilrichtungen von Bebop über Modern Jazz, Latin, Funk und Soul bis in den Popbereich zu Hause. Das Margit Held Quartett – charmant, klassisch, originell – zelebriert die Swing-Ära einer Ella Fitzgerald oder einer Billy Holiday, ohne diese jedoch zu imitieren. Die Band entlehnt ihre Inspiration auch schon einmal aus eher jazzfernen Musikstilen und verbindet das schier Unmögliche. Bei Balladen lässt sich die Namensgeberin oft vom Cool-Jazz leiten. Denn die Größe der Gefühle liegt nicht in der Lautstärke. Und dass eine Pause oft mehr aussagt als Töne, dem stimmt die Sängerin Margit Held voll und ganz zu. In ideenreichen Scatsoli, die sie genau so überzeugend gestalten kann wie die Lyrics ihrer Songs, zeigt die Jazzsängerin jedoch ihr wahres Temperament …
Jazz in der Residenz ein Genuss für alle musikalischen und kulinarischen Feinschmecker und – ein Muss für jeden Jazzliebhaber …

Quelle: Stadt Neumarkt i.d.OPf.

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